Tag 12: Bristol

Heute Morgen waren wir als erstes mal Schwimmen. Das allererste mal in diesem Urlaub. Da es gerade viel zu kalt ist, natürlich in einem Hallenbad.

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Das Bad ist schon ziemlich alt, aber es hat alles, was man braucht. Es ist nicht groß und die Schwimmzeiten sind genau reglementiert. Heute von 11-12 war öffentliches Schwimmen, man wartet vor der verschlossenen Tür und denkt schon, es ist alles zu, bis um 11 plötzlich aufgemacht wird.

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Auch das Bad selbst ist schon etwas skurril: man zahlt an der Kasse, muss sich Überschuhe über seine Straßenschuhe ziehen, geht durch eine Tür und steht dann – schwupps – schon neben dem Becken! An der Seite sind dann ganz viele Umkleidekabinen und die Engländer lassen einfach ihre Sachen dort drin, wir Deutschen haben natürlich alles brav in einen Spind eingeschlossen… Aber das Schwimmen hat Spaß gemacht:

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Wir wollten heute in Bristol bleiben und alles anschauen, was wir letzten Sonntag nicht mehr geschafft hatten. Erstmal fuhren wir außerhalb zur Kirche St. Mary Magdalene Stoke Bishop.

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Ich finde sie total schön und wäre unheimlich gerne reingegangen, aber leider war sie schon geschlossen.

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Also sind wir wieder runter in die Stadt gefahren, vorbei an der berühmten Clifton Suspension Bridge (Brunel 1864)

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Ich muss mich korrigieren, wir waren noch nicht unten in der Stadt sondern noch oben in Clifton. Richtig steile Straßen führen in dieses Stadtviertel, da kommt man nur im ersten Gang hoch! Auch hier gibt es (ähnlich wie in Bath) mehrere Crescents, die (gebogenen) Reihenhausfluchten aus dem 18./19. Jahrhundert:

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Dann fuhren wir aber runter in die Stadt und parkten am Millennium Square. Hier ist alles ein bisschen moderner:

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Ist das nun eine Wirbelsäule oder eine große Fischgräte? Auf jeden Fall finde ich dieses Bild hier ganz nett, alt (die beiden Türme) trifft auf neu (die Kugel) und Sonne (in der Kugel) trifft auf dunkle Wolken (dahinter). Lustig auch der Kugelputzer:

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Wir waren nun als erstes mal Mittagessen, und zwar in der Shakespeare Tavern. Es war ganz lecker und gemütlich und dann waren wir gestärkt für den weiteren Fußmarsch. Der führte uns vorbei an einer Reihe Hausboote:

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Bis zur Kirche St. Mary Redcliffe

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Queen Elizabeth I hat gesagt, sie sei die schönste Stadtkirche Englands.

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Sie hat eine faszinierende Orgel (Harrison & Harrison 1912, Link: Orgel )

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Mit wahnsinnig großen Pfeifen (32‘), auf denen sogar der Ton steht, der tiefste ist FFFF!

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Die Marienkapelle im hinteren Teil mit ihrem wunderschönen Glasfenster:

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Und das hier ist der Eingang zum ältesten Teil der Kirche (1185). Über der Tür hängt ein Modell der Matthew, deren Nachbau wir schon im Hafen gesehen haben. Mit ihr hat John Cabot 1497 Neufundland entdeckt.

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Außen am Zaun vor der Kirche haben wir einen Haargummi-Friedhof entdeckt. Es waren mindestens 50 Stück, auf jeder einzelnen Zaunspitze ein altes Haargummi, manche waren schon zu Moosgummis geworden. Wer hat sich dabei wohl was gedacht???

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Zurück ging es vorbei an ein paar schönen alten Hafengebäuden…

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…einigen Palästen…

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…am Queen Square…

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…oder in der Nähe…

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…am Theatre Royal (von 1766), dem ältesten noch bespielten Bühnenhaus Englands!…

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…ein paar gemütlichen Pubs…

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…einem halbrunden Gebäude mit wunderschönen Reliefs…

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…zum Watershed…

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…wo wir endlich den ersten Kaffee des Tages bekamen! Danach ging es weiter, zum Rathaus:

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Der Central Library:

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Und der Kathedrale:

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Leider waren wir zu spät und durften nicht mehr hinein, also habe ich nicht mehr Bildmaterial als das hier:

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Durch den Torbogen

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Gelangten wir hinter die Kathedrale, dort ist die Bristol Cathedral Choir School untergebracht:

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Am College Square, die Central Library von hinten:

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Und von hier aus ging es zurück zur Kugel, sie gehört übrigens zum Museum und Planetarium Alt-Bristol:

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Dann sind wir wieder zurückgefahren nach Nailsea und haben die Füße hochgelegt!

Tag 11: Cardiff / Wales

Raus aus England, rüber nach Wales:

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Von Bristol aus ist es nur ein Katzensprung nach Cardiff, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Über eine große Brücke geht es hinüber. Das erste, was auffällt und mich den gesamten Tag fasziniert hat, ist diese Sprache! Man findet nichts, aber auch gar nichts, was man irgendwie ableiten kann, kein Wort, das dem uns Bekannten irgendwie ähnlich ist – außer Tacsi:

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Cardiff ist eine moderne Stadt, viele Fußgängerzonen, viele Geschäfte. Aber es gibt auch ein wunderschönes Castle hier!

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Mit einem verspielten Uhrenturm:

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Und einer kleinen Trutzburg in der Mitte:

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Im Haupthaus ist ein Saal schöner als der andere, überall sind bunte Fenster mit Bildern:

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Faszinierende Decken und Wände:

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In jedem Raum ein wenig anders:

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Eine großartige Bibliothek:

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Die Figuren über dem Kamin haben alle Tafeln mit verschiedenen Schriften in der Hand:

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Inzwischen hatte es mal wieder geregnet, aber als wir rauskamen, wurde es gleich wieder schön. Ein Falkner war auf dem Hof unterwegs, es sah aber nicht nach einer offiziellen Vorführung aus:

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Wir sind noch auf den Wehrgang der Mauer gestiegen, von hier oben hat man nochmal einen anderen Blick auf das Schloss und den Uhrenturm:

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Noch ein kleiner Aufenthalt im Shop, dann verließen wir Cardiff Castle:

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Durch die Fußgängerzone, zwischen den modernen Geschäften, entdeckt man ab und zu auch architektonische Perlen:

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Und dann landeten wir bei Giovanni’s in the Hayes. Ein berühmtes italienisches Restaurant, hier gingen schon so viele Berühmtheiten ein und aus, dass an den Wänden überhaupt kein Platz mehr ist für die vielen Fotos, Marilyn Monroe hängt da, die drei Tenöre, ich saß genau unter einem Bild von Pavarotti! Wir haben sofort einen Platz bekommen und sehr lecker gegessen, die Kellner waren lustig und haben immer wieder gesungen, Italiener halt…

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Dann haben wir auch Cardiff verlassen, vorbei an einigen netten Gebäuden:

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Und beim Rausfahren aus der Stadt haben wir auch die berühmte Tier-Mauer von Cardiff Castle noch zu Gesicht bekommen:

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Unterwegs eine Reihe Häuser mit Hobbit-Eingängen und viele typische reetgedeckte Häuschen:

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Wir waren bei der uralten Kirchen Saint Mary – der ganze winzige Ort heißt nach dieser Kirche:

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Ob da auf der Liedtafel wohl der nächste Gottesdienst angeschlagen ist? Auf jeden Fall gibt es hier sogar eine winzige Orgel:

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Dann ging es weiter ins Vale of Glamorgan, hier ist die kleine alte Kirche St. Hilary (leider war sie geschlossen)

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Und der historische Pub aus dem 16. Jahrhundert, The Bush Inn.

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Hier mussten wir unbedingt rein und wir haben stilecht einen Tee getrunken. Leider war das Kaminfeuer nicht an, sonst wäre es noch gemütlicher gewesen.

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Am Schluss haben wir Wales wieder auf dem gleichen Weg verlassen wie wir hineingekommen waren:

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Tag 10: Bath

Heute haben wir einen Tagesausflug nach Bath gemacht und uns dort schön viel Zeit gelassen. Das war auch nötig, denn heute hat es etwas mehr geregnet – eigentlich immer dann, wenn wir gerade irgendwo drin waren, aber manchmal mussten wir dann doch ein wenig warten.

Wir haben unseren Stadtrundgang begonnen beim Royal Crescent, ein Reihenhauspalazzo in Halbmondform, erbaut um 1770, der erste und angeblich eleganteste in ganz England.

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Die Hausnummer 1 ist für Besucher hergerichtet, wie es damals ausgesehen hat und das haben wir uns angeschaut.

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Allerdings war es ein klein wenig enttäuschend, wir haben sehr viel Geld bezahlt und nicht sehr viele Räume gesehen (8 vielleicht) und fotografieren durfte man auch nicht. Nur aus dem Fenster raus:

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Ich habe aber trotzdem eins vom Treppenhaus gemacht:

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Und eins im Keller:

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Danach sind wir weiter, zum nächsten Wohnkomplex, diesmal als Rund gestaltet und „The Circus“ genannt.

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Auch hier gibt es an den Fassaden hübsche klassizistische Details:

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Und ich hatte hier das erste mal das Bedürfnis, die Panorama-Funktion an meinem iPhone auszuprobieren:

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Die Straße direkt um die Ecke heißt übrigens:

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Und da sind wir dann auch weitergelaufen. Es war Zeit zum Mittagessen und wir gingen ins Restaurant „Jamies Italien“, eine von Jamie Oliver ins Leben gerufene Kette, in der es zu relativ kleinen Preisen hausgemachte Pasta und andere italienische Spezialitäten gibt.

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Wir haben zwar eine dreiviertel Stunde warten müssen, bis wir einen Platz bekamen, aber dafür haben wir sehr gut gegessen. Danach warteten wir zehn Minuten, bis es aufhörte, zu schütten, dann gingen wir weiter durch die Straßen von Bath, die auffallend schön mit Blumen geschmückt sind:

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Blick auf eine Kirche – als wir hinkamen, sah es aber so aus, als wäre gar keine Kirche mehr drin…

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Ein Pub in Blumen:

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Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Bath an einigen Ecken aussieht, als wäre man in Italien:

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Hier geht es auf die Pulteney Bridge:

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Und Queen Victoria ist natürlich auch da:

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Eine Ladenzeile auf der Pulteney Bridge:

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Die ganz ähnlich wie die Ponte Vecchio in Florenz mit Häusern bebaut ist:

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Die Parade Gardens darf man nur genießen, wenn man Eintritt bezahlt, aber ich habe einen kurzen Blick riskiert:

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Die Kathedrale von Bath im schönsten Postkartenwetter:

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Und hier ist der Eingang zu den römischen Bädern:

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Die Fassade der Bath Abbey:

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Und der Innenraum:

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Faszinierend fand ich hier die Decke:

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Ein Detail mit Kronleuchter:

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Das große Fenster im Chorraum:

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Und das große Fenster über dem Eingangsportal:

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Als wir aus der Kathedrale raus wollten, hat es in Strömen geregnet und ich war froh, dass ich die Fotos von außen vorher gemacht hatte. Wir sind dann schnell über den Platz gehüpft und drüben rein zu den römischen Bädern. Das Museum ist ganz toll gestaltet und sehr informativ, man kann nicht nur in die verschiedenen Bereiche des Bades schauen:

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Sondern bekommt in der Ausstellung auch viele Details erklärt, beispielsweise das Relief von Poseidon:

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Das große Schwimmbecken:

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Und ein Becken im Inneren, hier liegen viele Münzen im Wasser, deswegen schimmert es so schön:

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Und draußen hat es immer noch heftig geregnet, wie man hier sehen kann:

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Nach dem Museum mussten wir dann Richtung Auto laufen, weil die Parkzeit zu Ende ging, wir haben uns dann zusammen unter einen Schirm gequetscht. Der Eingang zum „Pump Room“, in dem heute ein Restaurant ist:

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Ein nettes Eckhaus, gegenüber habe ich mir noch einen Kaffee mitgenommen:

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Und kurz vor dem Parkplatz haben wir noch diese hübsche Kirche gesehen, da war das Wetter wieder herrlich:

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Tag 9: Wraxall – Tyntesfield – Clevedon

In England gibt es kein schlechtes Wetter! Es regnet nur nachts oder wenn wir im Auto sitzen. Wir haben es perfekt getroffen!

Heute haben wir die Umgebung von Nailsea erkundet. Zuerst haben wir bei der kleinen Kirche (All Saints Church) von Wraxall angehalten – in einer Regenpause, daher die dramatische Stimmung auf dem Bild:

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Ich habe noch nie so eine kleine Kirche gesehen, die noch einen Lettner hat:

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Und eine hübsche Orgel hat sie auch:

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Auf unserer Weiterfahrt haben wir kurz an einer Privatschule gehalten, Downs School:

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Und dann sind wir nach Tyntesfield gefahren. In den alten Ställen ist ein Café eingerichtet:

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Man läuft durch einen schönen großen Park auf das Haus zu:

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Das Haus gehört dem National Trust, der es wunderschön hergerichtet hat. Es ist ein gotisches viktorianisches Haus, welches das letzte Jahrhundert glücklicherweise ohne Veränderungen überlebt hat. Der letzte Lord von Wraxall, der hier gelebt hat, ist 2001 gestorben und hat bis dahin ein sehr eigenbrötlerisches Leben geführt, alleine in dem großen Haus. Nach seinem Tod hat es glücklicherweise der National Trust bekommen, so dass wir es jetzt anschauen können. Man betritt das Haus durch die Dienstbotenräume, im Flur sind eine Menge an Klingeln:

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In der großen Halle im Haus steht ein Flügel, auf dem steht „Spiel mich!“ Leider war Eliana heute nicht dabei (sie war mit ihrer Freundin unterwegs), aber wir müssen diese Tage unbedingt nochmal mit ihr hin, dann kann sie sich hinsetzen und spielen.

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Der rote Salon:

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Die Bibliothek:

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Das Treppenhaus:

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Das Speisezimmer:

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Nochmal die Halle/Treppenhaus mit dem Flügel:

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Die Kapelle:

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Durch die Kapelle verlässt man das Haus:

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Nach Tyntesfield sind wir weitergefahren zum nächsten Haus des National Trust, Clevedon Court:

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Leider haben die hier nur Mittwoch und Donnerstag geöffnet, also werden wir noch einmal mit Eliana hier her kommen.

Nachmittags sind wir dann zusammen mit Eliana nochmal losgezogen, und zwar nach Clevedon. Hier kann man über das Meer nach Cardiff sehen:

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Naja, ein wenig trüb war die Aussicht heute schon wegen des Wetters, aber dafür was das Licht super für die Fotos:

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Clevedon hat auch einen schönen alten Pier – ohne Spielhölle!

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Die noblen Häuser direkt an der Küste:

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Und der Blick über die Bucht:

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Wir durften noch kurz auf den Pier, obwohl es 10 Minuten vor der Schließung war.

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Wir liefen schnell ans andere Ende und ließen uns den Wind um die Nase wehen, es war ganz schön stürmisch:

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Als wir wieder im Auto saßen, kam ein Regenguss herunter:

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Wir waren dann noch in einem Café (als es wieder nicht regnete!) und sind dann wieder zurückgefahren nach Nailsea.

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Tag 8: Bristol

Am Morgen haben wir unsere Bude in Canon’s Town geräumt und sind nach Bristol gefahren. Wir hatten dort um 14 Uhr eine Garten-Führung ausgemacht an der Goldney Hall, und es wurde alles ganz schön knapp, weil es sich auf der Autobahn gestaut hat. Aber wir haben es dann doch noch geschafft. Um 13 Uhr waren wir bei unseren Verwandten in Nailsea und sind dann gleich zusammen nach Bristol reingefahren.

Das hier ist der Blick auf die Orangerie der Goldney Hall, die ich unbedingt sehen wollte.

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Im Park:

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Der Eingang zur Grotte und in der Grotte:

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Nochmal die Orangerie:

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Blick von der Orangerie zum Turm:

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Der Turm spiegelt sich im Fenster der Orangerie:

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Blick in die Orangerie:

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In und um die Orangerie wurde übrigens eine Folge („The Sign of Three“) von BBCs Sherlock gedreht – wir werden (hoffentlich) in den nächsten Tagen noch weitere Drehorte besuchen.

Weiter ging es dann nach Bristol in die Stadt. Die Kirche St. George:

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Im Museum „Georgian House“:

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Bristol University Library Tower:

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Ein Bild des berühmten Graffiti-Künstlers Banksi:

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Das Rathaus:

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Lord Mayors Chapel:

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Queen Victoria:

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Ein Jugendstil-Haus:

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Watershed

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Im Watershed gibt es nicht nur ein Kino, sondern auch ein Café, da haben wir einen schönen Kaffee getrunken. Danach sind wir auf eine der gelben Fähren gestiegen und haben eine kleine Hafenrundfahrt im Floating Harbour gemacht. Ein altes Schiff:

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Blick über die Prince Street Bridge zum Turm von St. Mary Redcliffe:

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Ein Hafengebäude „Amphitheatre“:

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Brunel’s SS Great Britain:

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Revenge – die Rache:

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Bristols alte (oben) und neue (unten) bunte Häuser:

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Die Prince Street Bridge ist offen, die „Tower Belle“ fährt hindurch, im Hintergrund der Turm von St. Mary Redcliffe

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Die sogenannten „Christmas Steps“, auf der Rückseite:

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Wir sind noch ein paar Tage hier in Bristol, ich werde noch ein paar Fotos und Erklärungen nachliefern!

 

Tag 7: Cornwall

Die Nacht in unserer kleinen Lodge war ruhig, wir haben es heute morgen auch etwas ruhiger angehen lassen, denn wir hatten ja heute keinen Zeitdruck. Wir wollten es einfach mal ruhig angehen lassen und die Westspitze Englands, also die Halbinsel Cornwall, genauer erkunden. Wir fuhren als erstes nach Marazion, das ist ein kleines hübsches Dorf an der Südküste.

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Normalerweise wären wir dort nicht hingefahren, aber von hier aus kann man schön zum Saint Michael’s Mount rüberschauen. Mit Palmen im Vordergrund!

 

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Eigentlich wollten wir auch rüber auf die Insel und uns die Burg anschauen, aber die haben dort ausgerechnet am Samstag wieder geschlossen! Schade. Wir sind dann ein Stückchen weiter gefahren, haben uns einen Kaffee (bzw. Tee oder Eis) geholt und sind runter zum Strand gelaufen. Es war ganz schön kalt, über Schwimmen wollten wir gar nicht nachdenken, aber wir schauten den Kitesurfern zu und ich machte nochmal Bilder vom Saint Michael’s Mount aus der anderen Richtung.

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Und jetzt nochmal mit Teleobjektiv:

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Dann ging es weiter über immer engere Straßen. Dabei begegneten wir historischen Autos…

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…und Hortensien-Gebüschen:

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Dann fuhren wir durch das Dorf mit dem malerischen Namen Mousehole:

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Hier waren die Gassen so eng, dass Gegenverkehr ein bisschen doof gewesen wäre, aber wir hatten wirklich Glück, niemand kam uns entgegen:

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Hier waren jetzt kaum noch Touristen unterwegs, dafür wurden dann auch nach Mousehole die Straßen immer enger. Man fährt zwischen Hecken durch, die links und rechts so hoch wie Mauern sind, sieht an den Kurven nicht, ob Gegenverkehr kommt und schrappt mit dem Auto auf beiden Seiten an den Hecken entlang.

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Richtig abenteuerlich wurde es dann, als es durch den Wald ging und es immer dunkler, enger und auch noch kurviger wurde. Plötzlich tauchte eine alte Mühle auf:

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Und dann mitten im Wald eine Telefonzelle!

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Dann tauchten wir wieder auf und waren wieder am Meer, beim Minack Theatre.

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Nachdem wir überall schon Palmen gesehen hatten, wurde spätestens hier klar, warum Cornwall auch die „Englische Riviera“ genannt wird:

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Rund um das Theater hat man einen tollen Blick auf das Meer und die Küste:

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Und ein wenig vom Theater kann man auch sehen.

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Das Minack Theatre ist keineswegs aus römischer Zeit, sondern ein moderner Bau, das Lebenswerk von Rowena Cade, die 1983 mit fast 90 Jahren starb. Sie hat sich in ihren Garten ein eigenes Theater gebaut und noch heute finden hier viele gutbesuchte Theatervorstellungen (hauptsächlich Shakespeare!) statt. Direkt neben dem Theater ist eine wunderschöne Bucht mit herrlich türkisgrünem Wasser:

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Weiter ging es durch die Hügellandschaft Cornwalls, da konnten wir ein paar Männer beim Kricketspiel beobachten:

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In einem Dorf kurz vor Land’s End hielten wir dann spontan an, weil wir Hunger hatten und da ein Schild stand von wegen „homemade“ und so. Es war ein wunderbares vegetarisches Restaurant, wir haben dort richtig gut gegessen und sind ewig lange geblieben.

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Allein mein Salatteller war ein Foto wert:

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Danach haben wir noch einen stilechten englischen Doppeldecker gesehen:

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Und dann waren wir endlich an der Westspitze Englands:

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Land’s End ist… nun ja, nicht weiter dramatisch.

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Es ist ein schönes Fleckchen Küste mit salziger stürmischer Meeresluft, es war ganz schön kalt heute:

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Aber es ist irgendwie witzig, mal am äußersten Zipfel gewesen zu sein:

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Danach fuhren wir noch ein wenig weiter die Küste entlang. Sennen Cove liegt unten am Meer in einer Bucht:

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Ein paar alte englische Autos:

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Unser letztes Ziel war die ehemalige Levant Mine.

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Leider war dort aber Samstags auch geschlossen. So sind wir nur noch ein bisschen über das Gelände gelaufen.

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Weil es dann anfing, zu regnen (unser erster Regen, seit wir in England sind!), fuhren wir dann langsam wieder zurück, hielten noch an einem Supermarkt und fuhren dann gleich in unsere Lodge – die viele frische Luft hatte uns alle wirklich müde gemacht!

 

 

Tag 6: Exeter – Plymouth – Tintagel – Canon’s Town

Heute Nacht haben wir eigentlich alle gut geschlafen. Unser Frühstück fiel etwas spartanisch aus, wir haben zwar was hingestellt bekommen, aber wenn man noch nicht mal einen Tisch hat, an dem man essen kann… Naja, das tat unserer Laune keinen Abbruch, obwohl es schon schwer war, einen Tag ohne gescheiten Kaffee zu beginnen. Wir sind wieder relativ früh aufgebrochen und zuerst nach Exeter gefahren. Die Kathedrale dort ist laut Reiseführer das schönste Beispiel für die englische Hochgotik, während Salisbury eher für die Frühgotik steht.

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Die Kirche war auch sehr beeindruckend, aber leider war der Genuss etwas getrübt, weil in der Mitte ein großes Gerüst aufgebaut war. Die Orgel wird gerade ausgebaut und zum Renovieren abtransportiert und so konnte man weder die (barocke?) Orgel noch den Lettner anschauen.

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Aber wir hatten eine sehr nette Begegnung mit einer Führerin am Eingang, die uns auf Deutsch ansprach und uns viel erzählen konnte.

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Als nächstes fuhren wir nach Plymouth, von hier aus startete 1620 die Mayflower mit den Pilgervätern nach Amerika und der Name ist in der Stadt noch überall präsent. Wir parkten oberhalb des Hafens und hatten einen schönen Blick auf das Wasser und die Boote.

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Unser erster Weg führte uns in ein kleines Café direkt am Kai, dort stillten wir unseren Kaffeedurst

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und schauten den einheimischen Jungen zu, die in Neoprenanzüge gehüllt von der Kaimauer ins Hafenbecken sprangen. Kann ich mir gut vorstellen, dass das Spaß gemacht hat. Außer dem Hafen gibt es nicht viel zu sehen in Plymouth, aber wir wollten ja auch Mittagessen gehen. Wir fanden ein nettes Fischrestaurant am Hafen, das war ganz nett dort.

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Aber schon bald stiegen wir schon wieder ins Auto, denn wir hatten heute noch viele Kilometer vor uns: zuerst ging es über die Grenze nach Cornwall und dann quer über die Halbinsel an die Nordküste.

Eliana wollte unbedingt Tintagel besuchen und auch ich träumte seit meiner Kindheit davon, diesen Ort einmal besuchen zu können, „Die Nebel von Avalon“ war eines meiner wichtigsten Bücher damals. Zuerst einmal gingen wir zum Old Post Office

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Ein uraltes Gebäude aus dem 14. Jahrhundert mit einem lustig welligen Dach…

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…einem wunderschönen Garten…

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…und winzig kleinen Zimmern, bei deren Besichtigung man sich unablässig den Kopf stößt.

Dann mussten wir natürlich zum Castle, dem angeblichen Geburtsort von König Artus. Es liegt auf einem Felsen im Meer und es ist ganz schön beschwerlich, dort hin zu kommen. Erstmal muss man einen langen steilen Weg abwärts und dann wieder aufwärts laufen (oder sich mit dem Shuttle-Jeep fahren lassen), dann geht es ein paar Stufen hoch zum Kassenhäuschen und dann nochmal viele viele windschiefe alte Stufen hoch zur Burg.

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Ich hab meinem armen Knie da ganz schön was zugemutet. Aber es hat sich definitiv gelohnt. Die Aussicht ist einfach atemberaubend

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Außer ein paar Steinen ist von der Burg zwar nicht mehr viel übrig, aber man kann sich gut vorstellen, wie es mal ausgesehen haben muss.

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Nach etwa einer Stunde machten wir uns wieder an den Abstieg – übrigens hatten wir es mal wieder genau richtig gemacht mit der Uhrzeit, so kurz vor der Schließung war es erstens nicht mehr so heiß (obwohl es heute eh recht trüb war) und zweitens waren kaum noch Leute unterwegs.

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Zurück am Auto waren wir ganz schön erledigt. Jetzt mussten wir nur noch etwa eineinhalb Stunden fahren, im Lidl haben wir uns noch mit Abendessen eingedeckt und dann haben wir unser nächstes Quartier gesucht und irgendwann dann auch gefunden… Canon’s Town liegt 25 km vor Land’s End. Unsere kleine Lodge ist echt niedlich, es gibt zwei Zimmer, ein Bad und eine Wohnküche, alles ist winzig klein, anscheinend auf den Zentimeter genau bemessen so gebaut, dass alles hineinpasst, was man braucht. Wir haben hier zwei Übernachtungen gebucht und werden uns morgen in aller Ruhe die Westspitze der Insel vornehmen.

 

Tag 5: Stonehenge – Salisbury – Corfe Castle – Durdle Door – Abbotsbury – Lyme Regis

Wir haben heute Nacht alle sehr gut geschlafen und dann noch besser gefrühstückt. Unser Vermieter ist nämlich ein hervorragender Koch, wie wir gestern Abend in seinem Pub schon feststellen konnten und er hat uns ein echtes englisches Frühstück gemacht, mit allem, was dazugehört. Schon ein wenig seltsam, morgens Bohnen und sowas zu essen, aber es war wirklich richtig gut.

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Wir haben uns ausführlich verabschiedet und sind dann früh aufgebrochen. Unser erster Weg führte nach Stonehenge. Hier sollte man schon mal gewesen sein, wenn man schon in England zu Besuch ist. Unsere Idee, gleich um neun Uhr dort zu sein, wenn aufgemacht wird, war goldrichtig! Wir kamen an der Kasse sofort dran, fuhren dann gleich mit dem Shuttle-Zug zum Steinkreis und hatten dort wirklich noch unsere Ruhe. Es ist natürlich doof, dass man nicht wirklich ran kann an die Steine, sie sind weitläufig abgesperrt, aber für die Fotos ist es toll, sonst würde man immer irgendwelche fremden Menschen im Bild haben. Wir sind dann einmal in Ruhe außen herum gelaufen, deswegen habe ich auch so viele Bilder aus verschiedenen Perspektiven.

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Als wir dann aus dem Gelände raus sind, war es gerade mal halb zehn und draußen an der Kasse war schon eine riesige Schlange. Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen und war froh, dass wir morgens mal nicht getrödelt hatten!

Weiter ging es dann nach Salisbury. Die Kathedrale hier hat nicht nur den höchsten Kirchturm von England

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sondern auch einen wunderschönen Kreuzgang

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und ist überhaupt eine der schönsten gotischen Kathedralen, die ich je gesehen habe.

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Außerdem: wenn jemand das Buch „Geisterritter“ von Cornelia Funke gelesen hat, dann kennt er bestimmt auch William Longspee.

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Dessen Grab befindet sich hier in der Kirche, genau so wie im Buch beschrieben. Überhaupt: ein wirklich schönes Buch, das Lust macht, Salisbury auch einmal zu besuchen! 😉

Weiter ging es Richtung Süden, zurück zum Meer, unser Ziel war Corfe Castle auf der Isle of Purbeck. Leider war dort rappelvoll und anscheinend irgendein Jahrmarkt-Volksbelustigungs-Kindergeburtstags-Rockkonzert-Trubel direkt auf der Burg, so dass wir gleich wieder abgedreht sind. Es sah aber von unten schon ziemlich beeindruckend aus…

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Das Dörfchen um Corfe Castle herum war auch sehr schnuckelig, aber wir waren froh, als wir wieder draußen waren.

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Noch ein schnuckeliges Dörfchen, das ich unterwegs aus dem Auto raus geknipst habe:

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Nun wollten wir zur berühmten Durdle Door, ein torartiger Felsen mitten im Wasser, direkt neben einer der angeblich schönsten Badebuchten Englands. Das wussten aber außer uns auch noch alle anderen. Es war rappelvoll. Das Wetter lud einfach zum Schwimmen ein und so war halb England unterwegs an seine schönste Badebucht. Es war uns einfach zu voll, Eliana musste mal und es gab nirgends eine Toilette… und so haben wir nur ein paar Fotos gemacht und sind wieder von dannen gezogen:

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Die nachfolgende Strecke, immer an der Küste entlang, war die schönste Straße, die wir bisher in England gefahren sind. Wir haben sogar ein paar mal angehalten zum Fotografieren. Die nachfolgenden Bilder sind in und um Abbotsbury entstanden.

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Unser letztes Ziel für heute war das Küstenstädchen Lyme Regis. Wir hatten Hunger. Wir fanden glücklicherweise einen Parkplatz, was in dem Nest wohl nicht so selbstverständlich war, und liefen runter ans Meer.

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Dort fanden wir einen winzigen Laden, wo es leckeren Kaffee (resp. Tee für Martin) und selbstgemachte Fudges gab.

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Wir haben uns auf eine Bank gesetzt, aufs Meer geschaut, die Teatime genossen und ein paar Fotos gemacht:

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Bei der Gelegenheit haben wir auch dieser Möwe was vorgesungen („schau mal, wie du aussiehst, Löcher in der Nase…“) – haben eigentlich alle Möwen solch ein Loch im Schnabel???

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Nun hatten wir nur noch eine gute halbe Stunde bis zu unserer nächsten Unterkunft in Ottery Saint Mary zurückzulegen. Das war eine ziemlich abenteuerliche Sucherei, denn hier gibt es keine Hausnummern an der doch ziemlich langen Straße. Nein, jedes Haus hat einen Namen und man muss beim Fahren suchen, wo das Schild ist und dann noch entziffern, was drauf steht… aber wir haben es schließlich gefunden. Wir haben ein großes Appartement für uns vier bekommen mit kleinem Balkon und großer Dusche. Alles bestens. Jetzt wird geschlafen, denn morgen haben wir eine sehr lange Strecke vor uns!

TAG 4: Southsea – Portsmouth – Portchester Castle – Titchfield Abbey – Netley Abbey – Winchester – Highclere Castle

Das war heute ein Tag der Ruinen, das hat sich irgendwie so ergeben…

Heute Morgen hätten wir fast klammheimlich das Haus in Southsea verlassen, weil von der Familie noch niemand wach war. Erst als wir schon unsere Koffer im Auto hatten, konnten wir uns doch noch verabschieden. Wir haben dann erstmal beim Golfclub gefrühstückt, da gab es eine große Auswahl englischer Backkunst: reichhaltige Kuchen mit viel Creme und sogar Glitzer oben drauf:

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Das war uns irgendwie allen ein bisschen zu… fett? Aber der Kaffee und der Tee waren echt lecker!

Nach dem Frühstück machten wir uns dann gleich auf ins benachbarte Portsmouth, da steht direkt an der Hafeneinfahrt die 1941 zerstörte Royal Garrison Church:

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Wir haben noch ein bisschen den Schiffen zugeschaut und sind dann weitergefahren, in lauter kleinen Etappen, jeweils 20-30 Minuten. Unser erstes Ziel war Portchester Castle, das wir schon von fern erblicken konnten. Endlich einmal mussten wir keinen Eintritt bezahlen – aber es war auch nicht wirklich viel zu sehen. Eine zerstörte Burganlage, die mal ziemlich groß gewesen sein muss. Die Kirche ist wohl noch in Benutzung, aber sie durfte man leider heute nicht betreten:

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Auf dem Parkplatz habe ich ein Eichhörnchen beim Herumtollen erwischt:

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Und bei der Weiterfahrt aus dem Auto heraus ein schnuckeliges rosa Haus mit Reetdach:

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Dann ging es weiter zur nächsten Ruine: Titchfield Abbey, 1231 als Abtei gegründet und nach der Auflösung durch Henry VIII 1537 in ein Wohnhaus umgewandelt, seit 1781 dem Verfall preisgegeben.

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Interessant war hier, dass man anhand der Beschilderung gut die Baustufen verfolgen konnte. Auch konnte man die gesamte Ruine ohne Absperrungen besichtigen.

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Auf einer Wiese sind mehrere Flecken mit Fliesen aus dem 13. Jahrhundert belegt, die 1923 (nach über 400 Jahren) ausgegraben wurden und seitdem einfach so im Freien herumliegen! Dass die nicht verwittern oder anders kaputt gehen?

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Dann habe ich mir noch den Spaß gemacht und Tauben beim Fliegen fotografiert:

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Weiter ging es zu Netley Abbey, noch einer Ruine. Diese hat mir persönlich am allerbesten gefallen. Angeblich war sie lange Jahre Ziel romantischer Maler – das finde ich absolut nachvollziehbar.

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Unser nächstes großes Ziel war Winchester. Hier haben wir uns erstmal etwas zu Essen gesucht. Mitten in der Fußgängerzone waren verschiedene Stände mit Spezialitäten aus diversen Ländern aufgebaut, da gab es sogar „German Bratwurst“ und Currywurst mit Sauerkraut (???). Da hatte aber irgendwie keiner von uns Lust drauf… Wir haben uns dann für eine griechische Kleinigkeit entschieden. Wir sind dann zur Kathedrale gepilgert.

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Eliana kostete nichts und ich war als einzige gewillt, den Eintritt zu bezahlen, also sind wir beiden Mädels alleine reingegangen und die Jungs haben es sich so lange draußen auf der Wiese gemütlich gemacht.

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In dieser Kathedrale ist übrigens Jane Austen bestattet, es war natürlich für uns eine Ehrensache, einen Augenblick vor ihrem Grab innezuhalten.

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Nach unserem Besuch sind wir raus zu Thomas und Martin und ich habe mich das erste mal seit bestimmt 20 Jahren mal wieder auf eine Wiese gelegt. Wenn auch nur für fünf Minuten, denn Eliana lief die ganze Zeit wie Dagobert Duck um uns im Kreis herum und skandierte „Langweilig, langweilig, langweilig…“ Also sind wir weiter marschiert, Winchester hat eine nette Fußgängerzone und einen sehr netten Starbucks in einem Fachwerkhaus. Ehrensache, dass wir uns hier noch einen riesigen Kaffee mitnehmen mussten!

Weiter ging es zu unserem letzten Ziel: Highclere Castle! Hier wird die wunderbare BBC-Serie „Downton Abbey“ gedreht. Ich wollte mich vor unserer Reise um Karten kümmern. Auf der Internetseite stand, dass der Vorverkauf im Mai beginnt. Irgendwann im Mai wollte ich dann mal was vorbestellen – da war schon der gesamte Sommer 2014 ausgebucht! Ich habe aber gedacht, wir fahren einfach trotzdem mal hin. Es war 17:30 Uhr, als wir dort angekommen sind und es war nicht (mehr?) wirklich viel los auf dem Parkplatz. Am Tor hing dann ein Schild „Castle Closed“:

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Aber das Tor stand doch sperrangelweit offen! Niemand saß im Kassenhäuschen, keine einzige Person war zu entdecken, die irgendwie wichtig oder wachhabend aussah. Also sind wir dem Beispiel der paar wenigen anderen Besucher gefolgt und sind einfach hinein marschiert.

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Erst nur ein paar zögerliche Schritte, aber dann wurden wir immer mutiger und haben einen Großteil des Parks erkundet und das Schloss fast ganz umkreist.

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Glücklich darüber, dass wir noch ein paar Dinge detailliert betrachten konnten, die man im Fernsehen nicht so sieht, sind wir wieder raus und niemand hat uns aufgehalten!

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Nun mussten wir nur noch den Weg zu unserer heutigen Übernachtung in Collingbourne Kingston zurücklegen. In der Anzeige von Airbnb stand nur „Quiet Country Pub with Rooms“ und außer einem Foto von außen wussten wir gar nichts über unsere Unterkunft, es hätte wirklich sein können, dass wir diesmal ein miefiges Loch erwischt haben. Aber ganz im Gegenteil! Die Leute sind super nett, das Pub schnuckelig und zivilisiert (obwohl rappelvoll gestern Abend, aber die Sperrstunde scheint hier eisernes Gesetz zu sein, ab elf war Ruhe!) und unser Zimmer günstig, groß, frisch renoviert und sauber. Wenn wir nun schon mal hinter einem Pub schlafen, müssen wir auch hineingehen und wir waren uns sofort einig, dass wir hier zu Abend essen. Das Essen war, ganz deutlich gesagt: super gut!

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Wir haben alle beschlossen, nie wieder über englisches Essen zu lästern! Mit der Sperrstunde sind wir dann alle schlafen gegangen, wir wollen nämlich früh raus, Stonehenge wartet und wir haben einen weiten Weg vor uns!

Tag 3: Eastbourne – Klippen – Brighton – Arundel – Chichester – Southsea

Meinen heutigen Eintrag beginne ich mit einem Gedicht. Übrigens meinem ersten selbst geschriebenen Gedicht in Englisch:

I stood under the shower
Hour by hour
The water stayed cold
Now I am old.

Aber erst einmal zum gestrigen Tag.

Die Nacht in unseren perfekten Hotelzimmern war sehr schön, das Frühstück reichhaltig und nett und der Abschied von unseren Gasteltern tatsächlich ein bisschen traurig.

Unser erster Weg führte uns zum Supermarkt, damit Martin sich wenigstens ein paar Klamotten kaufen konnte. Dann machten wir uns auf nach Eastbourne. Eliana war ja letztes Jahr mit der Schule dort und wollte uns alles zeigen. Leider konnte sie uns den Pier nicht mehr zeigen, der war ja vor fünf Tagen abgebrannt. Der Brandgeruch hing noch deutlich in der Luft. Ich finde sowas immer sehr traurig, ich weiß auch nicht… 😦 So sieht es jetzt hier aus:

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Von Eastbourne aus fuhren wir die Küstenstraße entlang und hielten schon bald wieder an, um zu den berühmten Klippen bei Beachy Head zu laufen. Von hier konnte man nicht nur auf Eastbourne zurück schauen und Paraglider beobachten:

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Sondern auch viele Fotos von den Klippen machen:

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Es war wirklich beeindruckend und wunderschön und wir sind viel länger geblieben, als wir eigentlich wollten. Dazu noch die herrliche Seeluft – ich hätte mich dort einfach ins Gras schmeißen können!

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(Die Klippen in der Ferne sind die berühmten Seven Sisters)

Danach ging es weiter nach Brighton. Wie auch schon in Eastbourne steht hier die ganze Küstenstraße („Parade“) voll mit Viktorianischen Häusern. Ich bin ja sowieso ein Fan des Jugendstil und ich bin richtig begeistert, wie wunderschön die englische Variante ist. Nachdem ich den Pier in Brighton gesehen habe, bin ich noch trauriger über das Feuer in Eastbourne. Es ist einfach eine großartige Architektur.

Aber erstmal sind wir vom Parkhaus aus zum Royal Pavillon gelaufen. In einem Reiseführer steht, dass das Ding einen schockieren muss. Ich finde es faszinierend. Ich muss es nicht unbedingt in meinem Garten stehen haben, aber so wie es hier in Brighton herumsteht, finde ich es cool:

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Dann sind wir vom Pavillon durch ein paar Altstadt-Gassen zum Strand gelaufen und haben uns den Pier angeschaut.

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Wie schon gesagt, die Architektur ist faszinierend, aber wenn man in die große Halle kommt, ist man wirklich geschockt, das ist ein Stilbruch, der irgendwie einzigartig ist: alles ist voll mit Spielautomaten, aus jeder Ecke tönt eine andere „Musik“ und dazu diese vielen Neonlichter… Fürchterlich!!!

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Ich wette, 95% der Menschen, die sich hier drin vergnügen, schauen nicht nach oben, um zum Beispiel das hier zu entdecken:

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Ich weiß nicht, wie viele Glasfenster die Halle schmücken, aber jedes ist anders und wunderschön!

Wir sind übrigens ganz schnell wieder nach draußen geflohen. Im hinteren Teil des Piers ist übrigens ein richtiger Vergnügungspark aufgebaut, da wollten wir gar nicht mehr hin. Am Strand neben dem Pier steht ein großes Riesenrad und viele waren am Baden, die haben wir dann doch ein wenig beneidet:

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Wieder auf dem Rückweg zum Auto habe ich noch folgendes faszinierende Motiv entdeckt:

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Nun war es doch schon später geworden, als wir ursprünglich wollten, aber das war nicht schlimm. Arundel Castle wollten wir noch besuchen, das hatte schon geschlossen, aber wir haben es von außen gesehen:

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Und wir haben die beiden Kirchen noch besuchen können. St. Mary’s mit einer ungewöhnlichen Graffiti-Orgel:

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Und die uralte Kirche St. Nicholas mit dem uralten Friedhof. Das war ein echter Kontrast: innerhalb einer Stunde aus der Spielhölle hierher. Wir haben es genossen!

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Dann ging es weiter nach Chichester. Auch hier hatte die Kathedrale schon geschlossen, so konnten wir sie nur von außen betrachten. Schade, aber nicht zu ändern. Direkt neben der Kirche ist ein Internat für Chorknaben – ob Bernstein für sie wohl seine Chichester Psalms geschrieben hat?

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Nach dem kurzen Besuch im verschlafenen Chichester (machen hier die Geschäfte wirklich schon um 17:30 Uhr zu???) fuhren wir noch in einem großen Supermarkt vorbei und dann zu unserer Übernachtung in Southsea. Die Vermieterin hatte mich kurz zuvor angerufen, völlig aufgelöst, dass es ein Problem mit der Wohnung gebe und wir woanders schlafen müssen. Ich habe sie beruhigt, dass wir nur vier Betten brauchen, alles andere sei uns egal. Sie schickte mir die neue Adresse und als wir dann da waren, hat sie es erklärt: der Nachbar in ihrer Mietwohnung rief sie an, seine Toilette sei kaputt gegangen und hätte ihre ganze Wohnung überschwemmt. Nun haben sie hier (Vater, Mutter, zwei Töchter) tatsächlich zwei Zimmer für uns freigeräumt und wir haben jetzt alle unter einem Dach geschlafen. Es war eng und improvisiert, heute morgen kam in der Dusche nur kaltes Wasser (s.o.), aber echt total nett und herzlich. Heute morgen wollen wir früh weiter, da haben sie wieder ihre Ruhe, die Ärmsten…

Noch ein kleines Detail, das ich hier vor der Haustür entdeckt habe zum Abschluss:

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