Tag 18 – Orléans

Einen Tag haben wir noch hier in der Stadt, morgen am Sonntag geht es wieder nach Hause. Eigentlich wollten wir heute nochmal außerhalb fahren und ein Schloss anschauen, aber unser Auto stand so gut im Parkhaus, außerdem war es fürchterlich heiß – eigentlich der heißeste Tag des ganzen Urlaubs…

Unser Hotel lag mitten in der Stadt, ein idealer Ausgangspunkt, wenn man nicht weit laufen will. Das hier ist der Place du Martroi mit dem Denkmal für Jeanne d’Arc

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Schicke Häuser und Postkarten-Himmel

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Jeanne d’Arc, die Nationalheldin der Franzosen. Eliana und ich haben überlegt, ob wir in Deutschland auch einen Nationalhelden haben. Außer Johann Sebastian Bach fiel uns niemand ein…

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Dieser eigentlich so zentrale Platz schien am frühen Samstag morgen wie ausgestorben. Hier haben sie wieder so eine tolle Springbrunnenanlage, wie wir sie schon in Nantes gesehen haben, aber mehr dazu später

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Vom Platz aus sind wir durch schmale Gassen gelaufen und haben erstmal gefrühstückt

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Unser erster Weg führte uns zur Cathédrale Ste-Croix, heute mal bei Tageslicht

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In der Kirche hängen viele bunte Wappen

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Dieses Modell der Kathedrale ist schon sehr alt und stand wohl schon in Versailles zu Zeiten von Louis XIV. – es ist auch richtig groß, mindestens 2 Meter hoch

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Die Orgel des berühmten französischen Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll. Der hat sie 1880 unter Verwendung des vorhandenen alten Materials neu aufgebaut

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Das Schönste an unserem Besuch in der Kathedrale war, dass gerade ein Organist am Üben war. Sonntags sind momentan immer Konzerte mit „Gaststars“, da sind richtig gute Leute dabei. Leider sind wir ja morgen schon nicht mehr hier, aber so jemandem beim Üben zuzuhören ist auch nicht schlecht. Wir sind auf jeden Fall viel länger geblieben, als wenn niemand gespielt hätte

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Mal wieder eine Auswahl der schönen Kirchenfenster, sie erzählen größtenteils aus dem Leben von Jeanne d’Arc

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Lichtspielereien mit Puschel und Fenster

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Die Rosette an der Nordseite

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Und die Rosette im Süden. Sind beide gleich?

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Noch ein Modell der Kathedrale – diesmal aber aus Schokolade!

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Und noch ein drittes Modell der Kathedrale, sieht etwas blass aus gegenüber den anderen beiden…

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Engel oder Nixe?

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Einmal um die Kirche herum…

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In den Rosetten von außen steht „Nec pluribus impar“ – der Wahlspruch von Louis XIV.

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Hinter der Kirche, im Jardin de l’Evêché

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Der Chor von hinten

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Neben der Kathedrale steht auch eine Synagoge

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Hier residiert die Préfecture du Loiret

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Wir sind dann durch die Gassen der Stadt geschlendert – immer schön im Schatten lang…

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Das alte Hostel de Ville

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Noch ein letzter Blick auf die Kathedrale, durch die geschmückte Rue Jeanne d’Arc

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Zum Abschluss nochmal der tolle Springbrunnen-Platz. Die Kinder hatten sichtlich ihren Spaß!

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Das war es also mit unserem Frankreich-Urlaub 2016. Ich danke allen fleißigen Lesern und hoffe, dass euch meine Bilder und Berichte gefallen haben. Wenn ihr jetzt ganz unten rechts auf „Folgen“ klickt, bekommt ihr unverzüglich eine Meldung, wenn ich hier mal wieder etwas veröffentlichen werde. Wer weiß, wann wir das nächste mal wegfahren…

 

 

Tag 17 – Cheverny & Talcy

Liebe Leser! Wir sind seit Sonntag schon wieder zu Hause, aber ich möchte noch die letzten zwei Tage nachtragen.

Château Cheverny ist fast genauso berühmt wie Chambord und fehlte noch auf unserer Liste. Vorgestern hätten wir es nicht mehr geschafft, heute passte es wunderbar rein, da wir in Chenonceaux unsere Zelte abgebrochen haben und jetzt nach Orléans „umziehen“.

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Das Schloss Cheverny dient als Vorlage für Schloss Mühlenhof in den Tim&Struppi-Comics (Tintin im Original). Vor dem Eingang war eine riesige Schlange und wir befürchteten schon das Schlimmste, aber die Familien wollten zu 80 oder 90 Prozent alle nur in die Tintin-Ausstellung, am und im Schloss war es dagegen relativ leer:

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Die Innenausstattung ist nicht zu überladen und vergoldet, sondern irgendwie etwas anders, einfach nett

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Schon wieder so ein tolles verziertes Treppenhaus

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Diesmal sogar mit musikalischen Motiven

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Ein Baby-Schlafzimmer

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Und ein Kinderzimmer. Die Holzpferde sind aus der Zeit Napoleons III.

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Der Waffensaal

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Diese Rüstung gehörte dem 4-jährigen Herzog von Bordeaux, dem späteren Grafen von Cheverny

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Das Gemach des Königs (es war dem König vorbehalten, falls dieser den Besitzern die Ehre erteilte, zu Besuch zu kommen…)

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Die Kapelle

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Der große Salon

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Die Bibliothek mit tollen alten Instrumtenen

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Nur die Harfe ist nicht alt, die ist aus Lego! Im ganzen Schloss waren „Kunstwerke“ aus Lego ausgestellt, bei den meisten konnte ich es vermeiden, sie zu fotografieren, aber die Harfe fand ich dann doch ganz witzig

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Im Park stehen Maulbeerbäume – der perfekte Schattenplatz!

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Eliana wollte auch mal ein Selfie machen wie all die anderen Touris. Nur nicht „Ich und die Statue“ wie die anderen, sondern „Die Statue und ich“ – das kam dabei raus!

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Auf dem Weg zur…

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…Orangerie

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Hier gab es übrigens – meiner Meinung nach – das beste Eis des Urlaubs. Ja, besser als das von Berthillon und geschmacklich auch besser als die wunderschönen Eis-Blumen aus Amboise!

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Nochmal Schloss zum Schluss

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In der Hitze fuhren wir weiter. Unser nächstes Ziel war Talcy. Der Himmel ist so trüb, weil es in der Nähe ganz heftig gebrannt hat. Man hat es auch überall gerochen.

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Talcy ist ein sehr kleines, familiäres Schloss und es war schön, zum Abschluss mal wieder was anderes zu sehen, ohne „Königszimmer“

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Ein sehr romantischer Innenhof mit Brunnen. Der Dichter Pierre de Ronsard verliebte sich hier in die Tochter des Hauses, Cassandra, sie inspirierte ihn zu dem berühmten Gedicht „Mignonne, allons voir si la rose“

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Eine sehr alte, riesige Weinkelter

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Und dieser alte runde Turm aus dem 16. Jahrhundert war…

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…ein Taubenhaus! Mit 1400 Nisthöhlen. Genau so einen Turm hatten wir schon beim Château Brézé gesehen, jetzt wissen wir, wozu er diente

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Danach machten wir eine Mittagspause auf einer wunderschönen Bank im Schatten und ich hatte die Gelegenheit, diese geniala Erfindung auszuprobieren. Kostet auch nicht mehr als ein Cappuccino vom Bäcker und wird genau dann heiß, wenn man es braucht. Schade, dass es die anscheinend noch nicht in Deutschland gibt…

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Danach sind wir nach Orléans gefahren, unserer letzten Station für diesen Urlaub. Nachdem wir dort beim Mexikaner super gegessen haben, sind wir losmarschiert zur Kathedrale, die wird nämlich auch abends illuminiert. Anscheinend machen sie das jetzt in jeder französischen Stadt…

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Orléans ist ja bekanntlich die Stadt von Jeanne d’Arc. So war auch die Illumination ganz auf sie ausgerichtet. Das ist natürlich im Prinzip eine gute Idee, aber ich fand es doch dann tatsächlich nicht ganz so schön wie in Chartres. Dort waren die Lichtspiele im Einklang mit der Architektur der Kirche, hier diente die Kirche quasi als Leinwand, die Geschichte wurde mit statischen Figuren erzählt wie beim einem Pappfiguren-Theater. Trotzdem war es natürlich ein schöner Anblick. Ich habe die Bilder diesmal in einer Diashow zusammengefasst. Ich hoffe, es funktioniert…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 

Tag 16 – Ussé, l’Islette, Azay-le-Rideau

Drei Schlösser hatten wir uns für heute nochmal vorgenommen.

Begonnen haben wir mit dem Château d’Ussé – berühmt geworden ist der Aufenthalt des Dichters Charles Perrault (17. Jh.), der hier in Ussé dazu inspiriert wurde, sein Märchen „Dornröschen“ zu schreiben.

Mit dem Slogan „Ein Schloss für Kinder“ wird geworben und überall steht „Le Château de la Belle au Bois Dormant“.

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Im ganzen Schloss stehen in den Zimmern und Fluren Figuren herum, die alte Kleider tragen. Das haben sie wirklich sehr geschmackvoll gemacht, die Figuren stören nicht, sondern erwecken dein Eindruck, einzelnen Szenen beizuwohnen.

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Das sind Intarsien an einer alten Brauttruhe

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Wir sind in den letzten zwei Wochen unzähligen Wandteppichen begegnet, die eigentlich ausnahmslos religiöse Motive hatten. Die hier im Schloss waren mal erfrischend anders

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Der Garten ist nicht groß, aber er passt dazu

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Oben im Turm war das Dornröschenzimmer eingerichtet, sowie ein Spielzimmer der Kinder. Eliana und Thomas sind hoch geklettert, ich lieber nicht…

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Hinter dem Schloss gibt es frischen Sellerie!

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Neee, gemeint ist natürlich die Sattel- bzw. Geschirrkammer!

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Ein paar tolle alte Kutschen waren auch ausgestellt

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Rechts der Eselskarren, vor den linken Karren haben die Kinder den Hund gespannt!

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Da wächst ein ansehnlicher Bambuswald! Pandas haben wir leider keine gesehen

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Die Schlosskapelle

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Die Kapelle hat alles, was eine große Kirche auch hat: einen Lettner…

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…ein Chorgestühl…

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…und eine Orgelempore! Leider ohne Orgel… 😦

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Das hier ist sehr lustig! Lest mal den Text unten!

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Dann sind wir weitergefahren und haben unterwegs diese hübsche Kirche gesehen

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Unser nächstes Ziel war das Château de l’Islette – die hatten auf jeden Fall schon mal den schönsten Parkplatz von allen

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Und auch sonst: das Schloss, die alte Mühle (das zugewachsene Haus links) und der ganze Park – sowas von romantisch, da könnte man glatt dableiben!

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Ein Handy-Panoramafoto

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Der Eingang zum Schloss

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Relief über der Eingangstür

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Die Kapelle – sie existierte wahrscheinlich schon vor der Erbauung des Schlosses, man hat Reste aus dem 15. Jahrhundert gefunden.

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Der Wachensaal

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Der große Saal im Obergeschoss

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Das Faszinierende ist, dass die Familie Michaud, die hier lebt, das Schloss von Mai bis September für die Besucher öffnet, sie selbst wohnen dann in einem kleineren Nebengebäude. Alle Räume sind sehr persönlich eingerichtet…

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…teilweise in einem Mix aus alt und modern, aber immer geschmackvoll. Ganz tolle Bäder sind eingebaut und teilweise stehen auch neue Möbel herum.

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Besonders die Küche ist sehr persönlich, neue Geräte, die auf alt gemacht sind, beispielsweise der Kühlschrank rechts im Bild und der Herd. Vor allem aber vor der großen Fotowand links in der Ecke standen wir lange. Man hat das Gefühl, die Familie so ein bisschen kennen zu lernen und ist dankbar dafür, dass sie einen hier rein lassen. Mit den Eintrittsgeldern finanzieren sie die anstehenden Renovierungen

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Das Schloss ist vor allem deswegen so berühmt, weil Camille Claudel und Rodin lange hier gelebt und gearbeitet haben. Im Wachensaal erinnern einige Objekte, Fotos und Briefe an die beiden Bildhauer. Die berühmte Skulptur „La Petite Châteleine“ entstand hier. Link zum Schloss, mit Bild der Skulptur

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Ganz viele Tiere (Hunde, Hühner, Kaninchen, Pony, Esel…) leben hier, sogar einen Silberreiher haben wir gesehen.

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In der ehemaligen Mühle ist der Giftshop untergebracht, hinten geht es raus auf die kleine Insel, wo man gemütlich sitzen kann

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Mit Wehmut verabschiedeten wir uns, nachdem wir sehr lange einfach nur im Park entspannt haben. Unser letztes Ziel war nur wenige Kilometer entfernt und zum ersten mal in diesem Urlaub haben wir uns getrennt. Thomas hat sich ein Kraftfahrzeug-Museum angeschaut, Eliana und ich waren im Schloss Azay-le-Rideau.

Schon am Eingang konnten wir sehen, dass gerade ausgiebig renoviert wird, deswegen war wohl auch der Eintritt so unschlagbar günstig wie bisher noch bei keinem Schloss!

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Wieder ein schönes Treppenhaus…

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…mit Tiermotiven über den Türen und an den Kapitellen

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Innen war es ganz nett, aber wir haben schon spannenderes gesehen und gerade nach so einem Highlight wie l’Islette eben war es schon ein ganz klein wenig langweilig…

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Das hier war aber was besonderes: der ganze Raum war mit Bast oder etwas ähnlichem ausgekleidet – ich fand, das hat fürchterlich gestunken!!!

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Und noch ein kleines fotografisches Schmankerl zum Abschluss:

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Ich finde, in schwarz-weiß sieht sie besonders toll aus:

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Hinterher sind wir noch ein klein wenig durch die Gassen gelaufen, bis uns Thomas wieder eingesammelt hat.

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Heute ist unsere letzte Nacht in Chenonceaux, morgen fahren wir weiter nach Orléans.

 

Tag 15.2 – Blois

Von Chambord aus fuhren wir nach Blois, die Stadt ist nur ein paar Kilometer entfernt. Von weitem schon sieht man diese hässliche Kirche – man darf sich davon aber nicht abschrecken lassen!

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Dieser Anblick ist dann schon etwas schöner: Élise St-Nicolas, davor eine alte Brücke

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Links das Schloss, rechts die Cathédrale St-Louis (erbaut unter Louis XIV.)

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Die alte Orangerie des Schlosses, heute ein Restaurant

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Eine kleine Kirche direkt gegenüber dem Schloss – noch nicht mal Google weiß, wie die heißt…

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Die Rückansicht des Schlosses

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Ob sie hier heiße Flüssigkeiten auf Angreifer geschüttet haben?

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Alle 30 Minuten gibt es Kutschfahrten mit echten Percherons (original französische Kaltblut-Rasse)

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Das könnte eine Strandpromenade sein – aber rechts ist nicht das Meer, sondern der Schlossplatz

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Der Eingang zum Schloss, darüber Louis XII. zu Pferde, davor wieder zwei Percherons mit Kutsche

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Das Stachelschwein symbolisiert den König…

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Der Innenhof. Das Schloss besteht aus vier verschiedenen Teilen: geradeaus (D) der Flügel Gastons von Orléans (1635-1638), im klassizistischen Stil erbaut, rechts (C) der Flügel Franz I., (1515-1520), der Renaissance-Flügel mit italienischen Elementen und dem schönen Treppenturm. Den ältesten Teil (A) sieht man eigentlich nur von außen richtig, er stammt aus dem Mittelalter (13. Jh.).

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Im A-Flügel befindet sich der Ständesaal, der größte gotische Saal des 13. Jahrhunderts in Frankreich

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Vor diesem Thron war eine lange Schlange, weil alle sich darauf fotografieren lassen wollten. Eliana und ich haben gewartet, bis der Thron mal leer war…

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Die wunderschöne alte Holztreppe im Ständesaal. Wir dachten erst, man darf da nicht hoch, aber später darf man da runter! 😉

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Die Architektursäle im C-Flügel – ein echtes Lapidarium (Ausstellung von alten Steinen, mal ganz lapidar gesagt)

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Beginnend mit dem Saal des Königs führt der Rundgang (der übrigens sehr logisch ist, man verläuft sich überhaupt nicht!) durch einige schöne Säle im 1. und 2. Obergeschoss des Renaissance-Flügels

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Ein altes Cembalo, angeblich von 1572 (Giovanni Antonio Baffo)

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Das Oratorium (Hauskapelle)

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Ein Pianoforte von 1834 (Jean-Henri Pape)

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Der Treppenturm

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Das ist der 2. Flügel (B), der Flügel Louis XII., 1498-1501 im spätgotischen Stil errichtet, interessanterweise nicht aus dem üblichen weißen Tuffstein, sondern aus Backstein und Sandstein

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Nochmal der D-Flügel, diesmal auch ein wenig von innen,

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der Blick zur Decke im Treppenhaus

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Der B-Flügel und die Kapelle

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Hier gab es mehrere witzige Sitzsteine zu sehen

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Der Turm ist ein Überbleibsel der Ringmauer des 13. Jahrhunderts

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Saint-Nicolas

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Tag 15.1 – Chambord

Chambord ist eines der berühmtesten Loire-Schlösser. Wahrscheinlich, weil sein Bild auf fast jedem Reiseführer vorne drauf ist…

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Es sieht schon ein wenig bizarr aus mit den vielen verschiedenen Türmchen

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Chambord ist seit 1981 Unesco-Weltkulturerbe

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Wieder mal ein schönes Treppenhaus

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und ein Jagdzimmer muss es anscheinend auch überall geben

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Und die Küche natürlich auch

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Das schönste und interessanteste an Chambord ist die zentrale Treppe in der Mitte. Es sind zwei parallele Spiralen, angeblich nach der Idee von Leonardo da Vinci gebaut

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Im 1. Stockwerk: Stuhl oder Thron? Diese Räume hier sind „das Museum des Grafen von Chambord aus dem 19. Jahrhundert“

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Blick vom 1. Stock in den Innenhof

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Und der Blick auf den Teil, wo gerade renoviert wird

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Im Schlafzimmer von Franz I.

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Ein anderes Schlafzimmer

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Im 2. Stockwerk gibt es tolle Gewölbedecken zu bestaunen

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Das Lustigste war, dass wir uns mehrfach ziemlich verlaufen haben. Das Schloss ist eigentlich gar nicht sooo kompliziert aufgebaut, wie man auf diesem Plan sieht. Aber da man oft auf Gängen um die Türme herumgeht und die zentrale Treppe von allen Seiten gleich aussieht und die Nummern des Besichtigungs-Planes nicht in den einzelnen Sälen zu finden sind, bleibt oft nur als letzte Lösung, aus dem Fenster zu schauen, wo die Sonne gerade steht und dann den Plan Richtung Norden zu halten, damit man wieder weiß, wo man ist…

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Einer der Außengänge

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Das ist das Prunkgemach

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Viele andere Räume, manche waren einfach nur mit „Gästezimmer“ bezeichnet

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Noch eine schöne Treppe, in irgendeiner Ecke zwischen Donjon und Seitenflügel, wahrscheinlich das schöne Treppenhaus, was ich vorhin von außen schon fotografiert habe

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Die Kapelle

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„La Reine… c’est moi. Madame Elisabeth 1792“

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Eine seltsame Kutsche und ein frommer Hirsch…

Auf dieser Kutsche war tatsächlich ein Boot befestigt. Wenn auf der Jagd der Hirsch ins Wasser floh, konnte man das Boot von der Kutsche heben und ihn im Wasser verfolgen

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Nochmal die tolle Gewölbedecke und die tolle Treppe. Ich muss zugeben, ich war fasziniert

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Wir sind tatsächlich bis ganz aufs Dach hinauf gestiegen

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Der Laternenturm (die Spitze des Treppenhauses) erinnert irgendwie an ein altes Karussell!

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Wenn man den Aufstieg zum Dach geschafft hat, wird man wirklich belohnt. Die vielen verschiedenen Türmchen, die man schon von unten wahrgenommen hat…

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…der spektakuläre Laternenturm…

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…und natürlich die grandiose Aussicht…

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…in alle vier Himmelsrichtungen – wenn diese doofe Baustelle nicht wäre…

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Die wunderhübsch angelegten Schlossgärten (entweder sind sie noch dabei, oder da findet gerade eine Ausgrabung statt)

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Nochmal der Laternenturm in anderem Licht

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Der Ablauf einer Regenrinne

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Unten gibt es Kutschfahrten und bei den spitzen Zelten finden Reiter- und Falkner-Vorführungen statt

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Beim Abstieg haben wir uns noch ein paar Gästezimmer im 1. oder 2. Stock angeschaut, die uns beim Aufstieg irgendwie durch die Lappen gegangen waren (ich sag nur: der Plan!)

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Wieder auf ebener Erde, einmal quer über den Hof…

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…zur Kutschen-Ausstellung

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Dort steht auch eine alte Uhr, die früher mal an einem der Türme hing, sie ist viel größer, als es auf dem Bild aussieht, bestimmt 2 Meter im Durchmesser

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Abschied vom Schloss

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Noch ein Besuch in der kleinen Kirche, die man schon aus dem Fenster sah, sie steht direkt neben dem Schloss

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Danach sind wir weitergefahren nach Blois, aber davon erzähle ich ein anderes mal!

 

Tag 14 – Amboise & Montrésor

In Amboise gibt es nicht nur das königliche Schloss in der Stadtmitte, sondern auch noch zwei andere nette Schlösser zu besichtigen. Das eine heißt Château Gaillard und ist bekannt für seine Gartenanlagen und seine (über 50 verschiedene!) Zitrusfrüchte. Leider waren wir zur falschen Zeit dort, es war noch geschlossen…

Das andere Schloss ist Clos Lucé, hier hat Leonardo da Vinci die letzten drei Jahre seines Lebens verbracht. König Franz I. war ein großer Bewunderer und hatte da Vinci 1516 nach Frankreich eingeladen und stellte ihm das Schloss Clos Lucé zur Verfügung.

 

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Leonardos Schlafzimmer, von hier aus konnte er durch das Fenster zum Königsschloss sehen und hier starb er am 2. Mai 1519

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Eine wunderschöne Holztreppe

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Die Hauskapelle, von König Karl VIII. Ende des 15. Jh. für seine Frau Anne de Bretagne in Auftrag gegeben

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Leonardo da Vincis Arbeitszimmer. Als er von Italien nach Frankreich kam (auf einem Maulesel und in Begleitung einiger Schüler), brachte er nur seine drei liebsten Bilder mit, eines davon die berühmte Mona Lisa.

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Die Küche

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Im Untergeschoss sind viele Modelle von Leonardos Erfindungen aufgebaut, meist werden dazu auch animierte Kurzfilme gezeigt, wie diese funktionieren.

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Im Nebengebäude gibt es noch viel mehr Modelle

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Der ganze hintere Bereich des Schlosses mutet sehr italienisch an

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Im riesigen Park sind nochmal sehr viele Modelle aufgestellt, die auch zum Ausprobieren einladen

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Der Blick hinüber zum königlichen Schloss von Amboise

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Von Château Clos Lucé ist es überhaupt nicht weit zu Château Galliard. Aber wie schon oben geschrieben, waren wir viel zu früh, es machte leider erst nachmittags auf.

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Und so fuhren wir nach einem kurzen Blick in den Reiseführer spontan weiter…

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…nach Montrésor

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Montrésor ist ein sehr romantisches Schloss. Auf den Grundzügen einer mittelalterlichen Festung erbaut, wurde es umgebaut und verändert.

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1849 übernahm ein polnischer Graf, Xavier Branicki, Freund und Finanzberater von Napoleon II., das Schloss im Zustand einer Ruine. Er restaurierte es vollständig und legte den Park im romantischen Stil an. Er stattete seinen Besitz mit vielen Reichtümern aus und…

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…er ging sehr gerne auf die Jagd. Dieser Saal war vollgestopft mit Jagdtrophäen!

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Aber es gab auch schönere Räume

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eine ganz entzückende Wendeltreppe

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Anscheinend hatten in Montrésor auch Frauen gelebt

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Billard wurde auch gespielt

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Und ein wunderschöner Flügel – mal wieder mit einer vollen Blumenvase drauf, was ich ja überhaupt nicht sehen kann! 😦

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Das hier ist ein großer Tresor. Oder vielleicht sogar DER Tresor, nach dem Montrésor benannt ist?

Übrigens ist wohl alles im Schloss noch im Originalzustand, also es wurde nichts mehr verändert, seit der polnische Graf starb

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Dieser Jüngling im Park lädt zu allerlei Spekulationen ein…

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Es ist alles etwas heruntergekommen

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Der Weg an der Burgmauer entlang

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Verfallene Gebäude im Park

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Blick auf das Dorf und die Kirche

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Gegenüber des Schlosses geht es weiter ins alte Dorf, man kommt sich wirklich vor, als wäre man ein paar Jahrhunderte zurückversetzt

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Nein, Jahrhunderte hat sie noch nicht auf dem Buckel…

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Diese alte Markthalle (?) haben wir nur durch Zufall entdeckt und auch, dass da drin eine Ausstellung war.

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Ich habe vorher noch nie von „Le Gemmail“ gehört. Es ist eine Technik, bei der verschiedene bunte Glasscherben verarbeitet werden. Es entsteht ein reliefartiges Bild, das besonders schön wirkt, wenn es hinterleuchtet wird.

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Noch ein letzter Blick auf das Schloss

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Ein allerletzter Blick…

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Bei der Weiterfahrt haben wir diese Kapelle am Straßenrand entdeckt, mitten im Wald!

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Das ist übrigens  unser Hotel in Chenonceaux. Musste ich doch mal fotografieren, weil es eigentlich ganz schnuckelig ist.

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Der Innenhof – hier ist an jedem Abend rappelvoll!

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Wir sind dann abends nochmal losgefahren nach Amboise. Nochmal Eis essen. Und eigentlich wollten wir die angekündigte Illumination sehen und hofften auf ein ähnlich schönes Erlebnis wie in Chartres. Leider aber gab es die Lichtshow nur innerhalb des Schlosses gegen horrenden Eintritt und mit Vorreservierung. Also sind wir wieder abgedreht. Macht ja nix. Eis war lecker.

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Amboise bei Nacht

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Tag 13 – Chenonceau & Amboise

Chenonceau ist angeblich das zweitmeist besuchte Schloss nach Versailles. So dachten wir, Montag früh ist die beste Zeit dafür und machten uns zu Fuß auf den Weg, von unserem Hotel aus sind es nur 800 Meter, also ließen wir das Auto stehen.

Auf dem Weg durchs Dorf, vorbei an 1,2,3 netten Häusern

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besonders dieses flache hier hat es mir angetan, keine Ahnung, wie man da rein kommt, und was man dann da drin im Liegen machen soll

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Das hier ist vielleicht der Bahnhof, jedenfalls steht er direkt an den Schienen

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Das große Schlosstor. Die Besucher gehen nebenan vorbei und müssen natürlich (wie gerade überall in Frankreich) durch eine strenge Taschenkontrolle. Bei diesen netten „Sheriffs“ saß auf einem Tischchen eine hübsche rote Katze. Ich war so verblüfft, dass ich total vergaß, ein Foto zu machen! Sie haben gesagt, sie würde den ganzen Tag dort sitzen und sie lässt sich auch von jedem streicheln. Leider war sie gerade nicht da, als wir später wieder raus gingen…

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Zwei Sphinxen bewachen den Weg zum Schloss

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Ein geheimnisvoller Turm, in den man reingehen kann, leider steht darin nur ein Automat – für Audioguides…! Der Turm der Marques ist übrigens das einzige Überbleibsel der Burg, die hier früher einmal stand. Das Schloss Chenonceau wurde auf den Überresten einer alten Mühle errichtet.

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Der Eingang zum Schloss

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Und das schöne Glasfenster von der Innenseite

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Die Schlosskapelle

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Das Wappen von Thomas Bohier (dem Erbauer des Schlosses) auf dem Kamin aus dem 16. Jahrhundert

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Das Schlafzimmer der Diana von Poitiers – sie war die Maitresse von König Heinrich II. und hat Chenonceaux nach ihrem Gusto umgestaltet, beispielsweise die berühmte Brücke über den Cher gebaut

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Als Heinrich II. starb, hat seine Witwe Katharina von Medici die Maitresse vertrieben und selbst das Schloss nochmal verschönert, beispielsweise über der Galerie auf dem Fluss baut sie eine zweite Etage. Dies hier ist der erste Stock – ein seltenes Bild ohne Menschen drauf

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In der Küche

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Hier gab es einen Zugang zum Wasser – die Boote konnten mit den Warenlieferungen direkt anlegen.

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Im Salon Franz I. gibt es nackte Grazien zu sehen, einen wunderschönen Renaissance-Kamin und das Bildnis seiner Geliebten Diane von Poitiers als Jägerin

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Überall hat es hier wunderschöne Treppen. Ein Novum war, dass es sich hier nicht um Wendeltreppen, sondern um gerade Treppen mit Loggia am Absatz handelt

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Im Salon Louis XIV – leider war es nicht möglich, ein Bild zu machen, ohne dass sich irgendwelche Japaner mit dem König zusammen portraitieren müssen…

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Das Schlafzimmer der fünf Königinnen (so genannt nach den 2 Töchtern und 3 Schwiegertöchtern der Katharina von Medici. Keine Ahnung, ob die alle fünf zusammen in diesem Bett schlafen mussten…

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Das Schlafzimmer der Katharina von Medici

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Der Blick hinaus auf den Garten der Diana

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Eine der vielen schön bemalten Holzdecken

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Und ein Deckengemälde

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Die Galerie im zweiten Stock

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Hier sieht man schön die drei Bauabschnitte des Schlosses

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Der Vorraum im zweiten Stock – ich musste unweigerlich an eine U-Bahn denken…

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Das Schlafzimmer der Louise von Lothringen. Nach der Ermordung ihres Gatten Heinrich III. im Jahre 1589 zog sie sich nach Chenonceau zurück. Das ganze Zimmer ist in schwarz gehalten und mit Trauersymbolen verziert.

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Blick vom Balkon auf den Turm der Marques und die ankommenden Besucher

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Nochmal das Schlafzimmer der fünf Königinnen – aber menschenleer! Diese seltene Gelegenheit musste ich ausnutzen

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Der Garten der Katharina. Dort sind wir dann noch hingelaufen

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Nochmal der Turm der Marques

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Mit dem Brunnen davor

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Vom Garten der Katharina aus kann man wunderbar das Schloss und seine einzigartige Architektur bewundern

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Die romantischen Seitengebäude – hier kann man Wein kaufen

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Das hier ist ein echter Mammutbaum, der von einem anderen Baum „umschlungen“ wird

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Ein halb im Wald versteckter Rapunzel-Turm

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Und die Esel, die hier auf dem Grundstück leben

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Auf dem Weg zurück durchs Dorf…

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…haben wir noch kurz in die alte Kirche reingeschaut

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Unser nächster Ausflug heute führte uns in die Nähe von Amboise. Die Pagode von Chanteloup ist das letzte Überbleibsel, das heute noch steht. Das Schloss von Chanteloup war ein riesiges Barockschloss mit weitläufigen Gärten, das im Volksmund den Namen „Klein Versailles“ bekam. Es wurde 1823 durch Brandstiftung zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Pagode wurde 1775 errichtet und war ein Beispiel für die damals moderne Chinoiserie, eine Mischung aus französischen Spätbarock und der Vorstellung von exotischer Architektur

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Das Gelände ist auch heute noch sehr weitläufig, es existieren einige Nebengebäude und

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ein chinesischer Garten „des Fu Xi“

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Der Teich an der Pagode ist nicht größer als das, was man hier sieht – dennoch kann man hier für 5 Euro pro Stunde Ruderboote mieten…

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In diesem Nebengebäude werden Bilder des alten Schlosses gezeigt

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Die Treppe zum ersten Stock ist aus Stein, danach gibt es nur noch Holztreppen und es wird immer enger………….

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Es gibt tatsächlich Menschen, die auf diesem See herumrudern…….

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Danach sind wir noch nach Amboise in die Stadt gefahren, haben aber auf den Besuch des königlichen Schlosses verzichtet, weil es schon ziemlich spät war und wir heute ja schon etliche Meter zurückgelegt hatten. Irgendwann muss man auch mal ausruhen. Wir haben das Schloss von unten angeschaut

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Dieses Bild nenne ich „Kapelle am Stiel“

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Ein alter Stadtturm

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In den Gassen von Amboise war noch mächtig was los!

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Und wir haben noch ein wunderbares, mit Liebe zubereitetes Eis gegessen:

Eis

Zum Abschluss noch der abendliche Blick aus unserem Hotelzimmer in Chenonceaux

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Tag 12.2 – Tours

Tours liegt zwischen Saumur und Chenonceaux, also war es hier gerade richtig für die zweite Pause des Tages. Wir sind erstmal ein wenig herumgeirrt, aber ich habe das Theater entdeckt, dass ist ja immer wichtig:

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Eigentlich wollten wir ja nur zur Kathedrale, haben die aber nicht gleich gefunden, also haben wir dort angehalten, wo uns zwei hohe Kirchtürme begrüßt haben

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Das war aber nicht die Kathedrale, ganz im Gegenteil. Beide Türe gehörten, obwohl sie ca. 100 Meter weit auseinander stehen, zu einer Kirche, die seit ca. 1800 nicht mehr existiert. Es war eine der größten Kirchen der Christenheit, die über dem Grab des Heiligen Martin von Tours erbaut wurde. Hier auf dem Plan kann man sehr schön sehen, wo sie mal lag:

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Stattdessen wurde Ende des 19. Jahrhunderts die neobyzantinische Basilika erbaut

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Hier unten in der Krypta, da ruhen die Gebeine von Sankt Martin. Man weiß ja irgendwie schon, dass dieser Mensch einmal gelebt hat, aber wenn man dann vor einem richtigen Grab steht, wird die ganze Geschichte irgendwie nochmal interessanter

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Draußen vor der Kirche: ein Standbild des mantelteilenden Martin, der später Bischof von Tours war und das erste Kloster gegründet hat

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Dann sind wir noch ein wenig in den Gassen herumgelaufen, in der Hoffnung, irgendwann an die Kathedrale zu kommen. Es war menschenleer auf den Straßen. Klar, es war Sonntag und es war drückend heiß, aber dennoch komisch. Viele schöne alte Häuser haben sie hier herumstehen

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Dieser Platz, Place Pierre-le-Puellier, war einst der Kreuzgang eines Renaissance-Klosters. Am vierten Bild sieht man noch Reste einer Wand, die in ein Haus mit eingebaut sind

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Und dann haben wir sie gefunden, die ganzen Menschen: der komplette Place du Grand Marché war voll mit Stühlen der ihn umgebenden Cafés und Restaurants und voll mit Menschen. Kann man aber echt verstehen, dass sie es sich hier gemütlich gemacht haben

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Auf einem anderen Platz (außerhalb der Altstadt) steht dieses Monster herum. Weiß der Geier, wieso…

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Wir haben uns dann zwischenzeitlich doch mal anhand des Stadtplanes orientiert und sind wieder ins Auto gestiegen, um zur Kathedrale zu kommen, das war dann doch alles zu weit auseinander. Auf der Fahrt habe ich fast an jeder Ecke irgendeine Kirche entdeckt. Scheint ja schon eine katholische Hochburg hier zu sein

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Dann hatten wir sie endlich gefunden und konnten auch gleich um die Ecke parken. Rechts daneben ist das Musée des Beaux-Arts im ehemaligen bischöflichen Palast

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Die weltberühmte Fassade der Cathédrale St-Gatien

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Das Kirchenschiff

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Und wieder einmal habe ich viele schöne Fenster fotografiert…

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Die phantastischen Rosetten – 1. im nördlichen Seitenschiff

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2. über dem Eingangsportal

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3. im südlichen Seitenschiff hinter der Orgel

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Der Blick nach oben im Chorraum

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Draußen vor dem ehemaligen Bischofspalais steht eine uralte Zeder, die durch das Gewicht ihrer Äste zu Boden gegangen ist und dort quasi Nebenbäume gebildet hat

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Der Pont Wilson, im Volksmund Pont de Pierre genannt, stammt aus dem 18. Jahrhundert, ist aber 1978 eingestürzt. Eine Abstimmung der Bürger gab schließlich den Ausschlag zum Wiederaufbau

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Auf der Weiterfahrt Richtung Chenonceaux haben wir von der Straße aus diese schöne Stadtsilhouette gesehen und festgestellt, dass es sich um Amboise handelt, wo wir in den nächsten Tagen sicher auch noch hinkommen werden:

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Tag 12.1 – Villandry

Heute sind wir früh von Saumur aufgebrochen und eine knappe halbe Stunde nach Villandry gefahren. Das ist das Schloss mit den berühmten Gärten. Es sollte sehr heiß werden heute, so war es gut, dass wir schon früh da waren, wir bekamen auch einen guten Parkplatz!

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Am Anfang sieht man von den Gärten noch nicht wirklich viel, aber dieses Modell gibt einen ganz guten Überblick über die Anlage

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Die Räume sind wunderschön und überall sind frische Blumen aufgestellt. Ein wenig entsetzt war ich aber doch, dass die volle Vase hier direkt auf dem Flügel steht…

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Im Speisesaal gibt es einen lebendigen Sprinbrunnen!

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Und in der Küche ist ein mechanischer Drehspieß angebracht, der mit einem Uhrwerk funktioniert

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Viele schöne Betten, in jedem Zimmer in einer anderen Farbe. Dieses Zimmer hat sogar den blauen Himmel an der Decke…

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Die Bibliothek

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Der wunderschöne Parkettfußboden

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Die Gemäldegalerie – der heutige Besitzer sammelt immer noch…