Coro piccolo in Wien – Vorfreude

Coro piccolo, der Jugendchor der Altriper Rheinfinken, wird am 24.07.19 zu seiner zweiten Konzertreise aufbrechen. Nach Schweden 2017 geht es diesmal nach Wien zum World Peace Choral Festival.

Unser Generalproben-Konzert am 2. Juni in der Johanniskirche Frankfurt-Bornheim war ein großer Erfolg und wir hoffen, dass die Auftritte und Konzerte in Wien genauso erfolgreich werden.

CP Bornheim

Leider können nicht alle Sängerinnen, die in Frankfurt dabei waren, mitfahren, aber der Chor wird 14 Stimmen stark sein. Wir werden im UN-Hauptquartier singen, in einer Kirche in der Innenstadt, wir werden an einem Workshop mit Chorleitern der Wiener Sängerknaben teilnehmen und werden beim Abschlusskonzert im goldenen Musikvereinssaal dabei sein.

Wir freuen uns schon sehr auf diese Reise und die vielen Eindrücke, die uns dort erwarten. Ab Mittwoch, 24.07.19 wird hier täglich im Blog berichtet, was wir erleben. Wer nichts verpassen möchte, klickt einfach unten rechts auf „Folgen“ und trägt seine E-Mail-Adresse ein, dann gibt es eine Benachrichtigung bei jedem neuen Eintrag.

Man kann Coro piccolo aber auch bei Facebook und Instagram folgen. Wir freuen uns über viele Likes!

 

Porto – Tag 5

Heute sind wir recht früh aufgestanden und runter in die Stadt gefahren. Mit Uber. Geht am schnellsten und ist am billigsten! Wir hatten nämlich heute den Termin für eine Führung im Palácio da Bolsa (Börsenpalast). Hier der Platz vor dem Palast – am Feiertag morgens um 10 wie leergefegt

Drinnen fällt erstmal die große Eingangshalle mit dem Glasdach auf

Oben ist ein umlaufendes Fries, auf dem die Wappen aller mit Portugal befreundeten Länder dargestellt sind

Deutschland liegt zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz:

Diese große Treppe führt nach oben

Selbst die Flure sind wunderschön

Ein Sitzungs-/Gerichtssaal

Nun ging es durch weitere Säle, einer schöner als der andere

In jedem Raum großartige Holzfußböden!

Dieser Fußboden erinnert stark an Escher

Und diese Tür verrät schon, dass hinter ihr etwas besonderes liegt – der arabische Salon!

Der ist einfach atemberaubend schön:

Nun sind wir eine kleine Strecke gelaufen, immer bergauf, aber oben gab es dann einen frisch gepressten Orangensaft zur Belohnung

Nun haben wir auf gut Glück mal im Theater vorbeigeschaut und wir konnten tatsächlich an der Führung teilnehmen. Die ist eigentlich nur auf Portugiesisch und man bekommt einen englischen Audioguide, aber im Endeffekt war es so, dass wir nur zu fünft waren, ein anderes deutsches Ehepaar und wir und eigentlich hat die Führerin dann doch die ganze Zeit auf englisch mit uns geredet.

Die Führung selbst war sehr interessant, wir waren kurz auf dem Dach, sind auf der Galerie des Schnürbodens herumgeklettert, waren im technischen Bereich unter der Bühne und in den Garderoben.

Und dann natürlich im Zuschauerraum. Schade, dass hier nur ganz selten Opern gespielt werden. Ist bestimmt toll, hier eine Aufführung zu erleben

Danach liefen wir die Rua de Santa Catarina hinauf, vorbei am berühmten Majestic Café – wenigstens mal kurz reingeschaut habe ich.

Noch ein nettes Detail in dieser Straße

Und als wir endlich oben angekommen waren (das war das erste mal, dass ich „nach Hause“ gelaufen bin! Das ist alles so steil hier!) hab ich erstmal einen Mittagsschlaf gebraucht!
Abends sind wir dann nochmal runter in die Stadt, diesmal allerdings wieder mit Uber…

Nach einem netten Abendessen mit dem letzten Sangria dieses Urlaubs

Sind wir noch ein wenig durch die Gassen geschlendert

Und haben uns an einem Eisstand noch einen „kleinen“ letzten Portwein gegönnt

Noch zwei Abschiedsbilder

Schön war es hier!!! Irgendwann kommen wir bestimmt wieder…….

Porto – Tag 4

Heute machten wir uns wieder zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Nach einem leckeren Frühstück(etwas teuerer als gestern, dafür eine riesige Auswahl!) besuchten wir die Dreifaltigkeitskirche, Igreja da Trindade

Vorbei an einem tollen gelben Haus (Clube fenianos portuenses)

Besuchten wir das Rathaus

Das offizielle (?) Logo von Porto – ich finde es genial, weil es von weitem aussieht wie ein QR-Code, wenn man aber näher hinschaut, sieht man Symbole für alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Im angeblich schönsten McDonalds der Welt

Nun sind wir zu unserer nächsten Busrundfahrt aufgebrochen, schließlich hatten wir für zwei Tage bezahlt und es gab ja zwei verschiedene Linien

Nochmal die Dreifaltigkeitskirche

Und bald kamen wir durch Straßen, wo wir noch nicht gewesen waren

Auf der anderen Seite des Douro (Vila Nova de Gaia) waren wir auch, aber dort gab es nicht so wirklich viel interessantes zu sehen

Zurück auf der Porto-Seite stiegen wir in der Nähe des Torre dos Clérigos aus

Und schauten uns die Doppelkirche Igreja do Carmo (rechts) und Igreja dos Carmelitas (links) an. Zwischen den beiden befindet sich ja das nur ein Meter breite Haus, das man tatsächlich besichtigen kann. Es ist nur vorne zur Fassade hin einen Meter schmal, hinten wird es etwas breiter. Es wird auch als „hidden house“ bezeichnet und angeblich wissen die meisten Einwohner gar nicht, dass es existiert…

Der Plan ist ganz hilfreich und in den engen Räumen kann man nicht wirklich gut Fotos machen

In der Hauskapelle gibt es (in dem tonnenartigen Ding rechts) einen Durchgang zur Kirche

In der Kirche

Und danach haben wir noch kurz in die andere Kirche geschaut, da war aber gerade Messe und ich konnte nur ein Bild von der Orgel machen

Weiter ging es in der Altstadt, hier die neue historische Straßenbahn

Die Franziskaner-Kirche, die wir gestern besucht haben, noch einmal von der anderen Seite

Und dann ging es runter zum Praça da Ribeira

Von hier aus traten wir unsere Bootsrundfahrt an, wir besuchten alle Brücken der Stadt und konnten am Ende sogar nochmal den Atlantik sehen

Danach ließen wir den Abend bei einem leckeren Essen gemütlich ausklingen

Abendstimmung auf dem Platz Jardim do Infante Dom Henrique

Der Blick hinunter zum Douro

Und noch ein letzter Absacker, bevor wir wieder mit Uber nach Hause gefahren sind

Porto – Tag 3

Heute morgen haben wir mal in der anderen Richtung gefrühstückt. Wir haben sage und schreibe nur 3,50 € bezahlt für 1 Kaffee, 1 O-Saft (frisch gepresst!) 1 Brötchen mit Butter und Marmelade, 1 Croissant und 1 Obstsalat! Unglaubliche Preise hier.
Dann ging es mit der U-Bahn runter in die Stadt

Unser erster Weg führte uns in die Igreja dos Congregados, die direkt neben dem São Bento-Bahnhof liegt.

Direkt um die Ecke liegt der Placa da Liberdade, hier sind wir in einen Hop-on-Hop-off-Bus gestiegen, und zwar die große Tour, die bis ans Meer geht!

Geradeaus vor dem Bus sieht man das Rathaus. Näher bin ich noch nicht dran gekommen zum Fotografieren…

Erst ging es durch die Stadt, an einigen bereits bekannten Stellen vorbei

Das hier ist der Rathausturm nochmal aus einer anderen Perspektive

Das Verwaltungsgebäude der Universität am Löwenplatz

Und die zwei Kirchen, die fast zusammen hängen: Igreja das Carmelitas und Igreja do Carmo. Zwischen beiden Kirchen steht ein ein Meter breites Haus, damit die Mönche und die Nonnen „in Keuschheit“ getrennt blieben…

Ein hübsches kleines Haus gegenüber der Kirchen und das alte Hospital Santo Antonio

Museu Nacional de Soares dos Reis

Wieder ein hübsches Haus und das Boavista-Denkmal für die Helden des Unabhängigkeitskrieges: die verbündeten Engländer (Löwe) besiegen Napoleon (Adler)

Portos berühmtes Konzerthaus, Casa da Musica

Die Avenida da Boavista führt übrigens 6 km schnurgeradeaus von der Innenstadt zur Atlantikküste. Blütenpracht am Wegesrand und eine schnuckelige Villa!

An der Küste ein Kunstwerk von Janet Echelman, es symbolisiert ein Fischernetz – ich finde es faszinierend!

Eine kleine Rundfahrt durch Matosinhos, den Stadtteil, in dem es ein Fischrestaurant neben dem anderen gibt:

Und dann sind wir endlich am Atlantik entlang gefahren. Diese Seeluft ist einfach was ganz besonderes! Auf dem ersten Bild das Monumento Tragédia no Mar (erinnert an das Unglück von 1947, bei dem viele Fischer in einem Sturm ums Leben gekommen sind) und auf dem zweiten Bild die „Käseburg“ Castelo do Queijo

Inzwischen fing es leider an zu regnen und da wir ja auf dem offenen Oberdeck des Busses saßen, war das ein klein wenig ungemütlich… aber schon fuhren wir wieder von der Küste weg, den Douro entlang in die Stadt hinein.

Vorbei am Straßenbahnmuseum

Sind wir dann bei der nächsten Gelegenheit ausgestiegen, am Praça de Lisboa. Hier steht der große Torre dos Clérigos, der von der Proportion her so gar nicht zu seiner Kirche passen will:

Und ein paar Schritte weiter die berühmteste (schönste!) Buchhandlung der Welt: Livraria Lello! Hier ließ sich J.K.Rowling für ihren Harry Potter inspirieren und das wird ganz schön vermarktet! Man zahlt 5 € Eintritt(bekommt man beim Buchkauf zurück) und es ist rappelvoll! Aber trotzdem wunderschön…

Danach haben wir einen kleinen Fehler gemacht. Wir wollten zu Fuß zum Palácio de Bolsa (dem Börsenpalast) und es waren Luftlinie auch nur 600 Meter. Aber es war leider sowas von steil! Es ging andauernd bergauf und bergab, das war fürchterlich! Am Schluss ging es diese vielen Treppen (passt nur ein Bruchteil aufs Foto) zum Glück bergab…

Dann waren wir endlich angekommen und verschnauften und stärkten uns in einer Pizzeria! Am Praça do Infante Dom Henrique liegt nicht nur der Palácio da Bolsa, links daneben die Igreja San Francisco.

Sondern auch der Mercado Ferreira Borges – heute kein Markt mehr sondern als Kulturzentrum genutzt

Die kleine Igreja São Nicolau

Und die Skulpturengruppe im Gedenken an Heinrich den Seefahrer

In den Börsenpalast kommt man nur mit einer Führung hinein. Wir durften schonmal einen kleinen Blick hinein werfen und haben eine Führung gebucht für übermorgen. Das wird bestimmt großartig!

Inzwischen regnete es wieder in Strömen und wir flohen in die Franziskaner-Kirche. Erst haben wir uns darüber geärgert, dass wir Eintritt zahlen mussten, aber dann hat es sich doch gelohnt, es gab nämlich noch sehr viel zu sehen! Die Kirche selbst ist über und über mit Gold (vergoldet natürlich nur) ausgestattet und wird auch „die goldene Kirche“ genannt. Eigentlich viel zu viel aber trotzdem faszinierend

Gegenüber ging es dann in die Casa do Despacho – eine Kapelle, ein Versammlungssaal, alles prachtvoll ausgestattet

Und danach ging es noch hinunter in den Keller. In die Gruft mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Warm und tatsächlich irgendwie gemütlich. Händels Messiah lief im Hintergrund und wir wollten irgendwie gar nicht mehr gehen…

Zum Abschluss des Tages noch ein Bild der Fassade der Kirche

Und dann haben wir uns nach Hause ubern lassen…

Porto – Tag 2

Auch hier gibt es Straßenkatzen, die zwei waren direkt vor unserem Haus heute morgen:

Vorbei an hübschen Straßenschildern führte uns unser Weg heute morgen erstmal zur U-Bahn

Hier oben, wo wir wohnen, muss man 3 Rolltreppen in die Tiefe fahren, aber später fährt die Bahn ganz oben auf der Brücke und wird so zur O-Bahn. Wir sind direkt am anderen Ufer ausgestiegen, hier liegt das Kloster Serra do Pilar (das gelbe davor ist die U-O-Bahn) und gegenüber ist ein schöner Aussichtspunkt mit Palmen

Hier oben tranken wir dann auch den ersten frisch gepressten Orangensaft des Tages. Das ist so toll hier: überall gibt es frisch gepresste Säfte, einmal habe ich sogar frischen Guavensaft bekommen. Aber gerade den O-Saft gibt es überall, und er ist überhaupt nicht teuer. Ach ja, unser Frühstück heute auch: für 4 Getränke und 4 essbare Teile haben wir sage und schreibe nur knapp über 8 Euro bezahlt!!!

Und wieder war es Zeit für ein neues Verkehrsmittel: mit der Gondelbahn ging es hinunter ans Ufer.

Hier unten liegen die ganzen Portweinhändler, jeder bietet eine Weinprobe oder Kellerführung an, bei vielen gibt es auch was zu essen. Wir lösten unsere Gutscheine vom Gondel-Ticket ein und kamen so heute morgen schon in den Genuss des ersten Schlückchens Port!

Dann sind wir am Ufer entlang gewandert, hier sieht man hübsche Häuschen und Kapellen, die großen Weinhändler, die alten Schiffe mit den Portweinfässern vor Anker liegen und man hat einen ganz anderen Blick von unten auf die Stadt

Wir sind dann über den unteren Steg der Brücke ans andere Ufer gelaufen (eigentlich wollten wir das Flußtaxi nehmen, aber der machte gerade Mittagspause…) und sind dort ein wenig die Promenade entlang gewandert

Diese Tafel erinnert an das große Unglück von 1809, als viele Menschen vor den französischen Truppen fliehen wollten und auf einer aus Booten zusammengebundenen Brücke ums Leben kamen:

Nun wollten wir wieder hoch in die Stadt und haben diesmal die Standseilbahn genommen. Ziemlich neu und nicht so abenteuerlich wie die in Lissabon, aber dafür echt extrem steil, ich staune immer wieder, wie hoch das hier alles ist

Alte Straßenbahnen gibt es hier auch (wieder), aber sie fahren nur als touristische Sonderfahrten und sind daher so teuer, dass wir erstmal nur von außen gucken

Hübsche Toiletten (ob von innen auch so ansprechend, hab ich nicht geguckt)

Dann sind wir direkt zur Kathedrale Sé gegangen. Von der Seite haben wir sie ja schon gesehen, hier ist die Loggia von Nicolau Nasoni

Neben der Kirche nochmal ein Beispiel dafür, wie steil es hier ist:

Zwei kleine Mövchen…

Der Bischofspalast und die Aussichtsterrasse vor der Kathedrale

Die Fassade der Kathedrale

Im Kreuzgang

Eine Seitenkapelle mit einer Fake-Orgel

Ein wunderschöner Raum neben dem Kreuzgang

Das Kirchenschiff, einerseits so schlicht und dann mit Gold bis zur Decke ausgestattet

Die Orgel stammt von einem Deutschen (Georg Jann 1985)

Nach der Kathedrale ging es hinunter in die Stadt

Neben der Igreja de Santo António dos Congregados liegt der Bahnhof Estação de São Bento

Dessen Eingangshalle ist einfach unglaublich schön. Die Azulejos (von Jorge Colaço) zeigen Szenen aus Portos Alltag und Geschichte. Züge fahren hier seit 1896

Hier im Bahnhofscafé haben wir einen kleinen Snack zu uns genommen, dann sind wir mit der U-Bahn nach Hause gefahren, denn ich habe dringend einen Mittagsschlaf gebraucht. Später sind wir dann mit dem Linienbus (wieder ein neues Verkehrsmittel…) zurück in die Stadt gefahren. Unterwegs habe ich aus dem Fenster geknipst:

Wir sind mit dem Bus durch den unteren Teil der Brücke Ponte de Luis gefahren und am anderen Ufer ausgestiegen. Gegessen haben wir sehr lecker beim berühmten Portweinhändler Sandeman. Natürlich gab es Portwein für uns!

Vor dem Essen und nach dem Essen konnte ich nicht widerstehen und habe ganz ganz viele Fotos gemacht. Die Kulisse ist hier einfach großartig und zu den verschiedenen Uhrzeiten war der Himmel ja auch ganz unterschiedlich blau. Außerdem bin ich fasziniert davon, wie gut die Bilder mit dem iPhone werden. Also, genug der Entschuldigungen, wem die Bilder zu viel sind, kann ja einfach weiter scrollen…

Weil Fotografieren (und Spazieren) so anstrengend ist, haben wir uns dann zum Abschluss des Tages noch was gegönnt:

Und dann haben wir uns mal wieder ein Uber-Taxi gerufen. Denn für 3,64 Euro direkt vor die Haustür gefahren zu werden, das ist einfach unschlagbar!

Porto – Tag 1

Heute morgen haben wir uns erst in ein Uber-Taxi und dann in den Zug gesetzt (noch zwei neue Transportmittel…) und sind Richtung Norden aufgebrochen, um dreieinhalb Stunden später in Porto zu landen.

Zwischenstopp am Lisaboner Oriental Bahnhof:


Die Fahrt über das Land war teilweise ziemlich trostlos, aber wir haben tatsächlich auch den Atlantik gesehen!

Unser erster Eindruck von Porto, als wir in die Stadt eingefahren sind, war der Blick auf eine der berühmten Eisenbrücken, hier die Maria-Pia-Brücke von 1877

Das mit unserer Unterkunft gestaltete sich diesmal nicht so einfach, weil die ursprünglich gebuchte durch einen Wasserschaden ausfiel! Aber unser Vermieter hatte noch mehr im Angebot und so haben wir jetzt tatsächlich ein kleines Häuschen für uns alleine, das rote auf der rechten Seite. Bis zur Schlüsselübergabe haben wir es uns in einem kleinen Café gemütlich gemacht und sehr sehr günstig gegessen!

Nachdem wir alles ausgepackt hatten, sind wir zu Fuß losgezogen in die Innenstadt. Es ist gar nicht weit und es geht ununterbrochen bergab, also ganz angenehm zu laufen.

So sieht es direkt bei uns um die Ecke aus, man sieht, wie steil das hier alles ist

Dann waren wir schon in der Rua Santa Catarina, hier sind viele Läden und Cafés und hübsche Häuser.

Die Capela das Almas. Die Fassade ist mit rund 16.000 Azulejos vollständig bekleidet, es sind Szenen aus dem Leben Franz von Assisis und Santa Catarina zu sehen:

Der Blick in die Ferne auf den Torre des Clérigos

Viele Jugendstil-Details sind an den Fassaden zu finden:

Und dann biegt man um die Ecke und blickt auf die wunderschöne Igreja Santo Ildefonso

Dann haben wir endlich was zu Essen gefunden und haben die zwei berühmtesten Spezialitäten Portos probiert: Portwein natürlich und Francesinha – eigentlich eine ganz fürchterliche Erfindung. Hier werden zwei Scheiben Brot mit allem möglichen gefüllt: Fleisch, Schinken, Wurst, anderes Fleisch, andere Wurst, dann ein Spiegelei und darüber dick Käse. Und dann noch eine Spezialsoße dazu, die ganz schön scharf ist. Dieser riesige Berg (oder besser mächtiges Häuflein?) ist kaum zu schaffen, aber trotzdem irgendwie voll lecker… 😉

Das Teatro Nacional São João – hier müssen wir unbedingt eine Führung mitmachen!

Ausblicke…

Die Nordfassade der Sé-Catedral ist schon sehr beeindruckend. Ich freue mich sehr darauf, den Rest zu besichtigen:

Abendstimmung

Da ist der Mond

Und das ist einfach nur schön!

Lissabon – Tag 5

Heute mal zu Beginn ein Bild von der Katze, die in unserer Straße wohnt. Sieht so aus, als ob jeder sie mag, die Menschen hier bringen ihr Futter vorbei und lassen sie auf ihren Autos sitzen. Schmusen tut sie auch ganz gerne:

Eigentlich wollten wir heute mit der berühmten Straßenbahnlinie 28 hoch zur Burg fahren, aber jede einzelne dieser Bahnen ist total überfüllt, da passen nie im Leben noch 3 Leute zusätzlich hinein. Ich hatte dann die Idee, einen der netten Tuktuk-Fahrer zu fragen, ob sie für uns mal eine Ausnahme machen und tatsächlich haben wir einen gefunden, der uns für einen Festpreis erst zur Kirche São Vicente de Fora und dann zur Burg gebracht hat und von dort aus sich neue Gäste suchen musste

Nein, das war nicht unser Tuktuk, sondern eine Kuriosität am Straßenrand…

Angekommen bei São Vicente

Nun ging es mit dem Tuktuk zurück und wir stiegen an der kleinen Kirche Santa Luzia aus. Von hier aus mussten wir nun zu Fuß weiter, weil man in den steilen Gassen zur Burg nicht fahren darf.

Hier an der Kirche gibt es eine wunderschöne gemütliche Aussichtsterrasse mit einer Pergola und leider viel zu vielen Menschen…

Nochmal ein Blick zurück auf den Marktplatz und São Vicente…

…dann ging es durch die steilen Gassen hinauf zum Burgtor:

Natürlich hat man auch von der Burg eine phantastische Aussicht auf die ganze Stadt

Natürlich haben wir auch noch ein wenig die alten Mauern besichtigt – und im Schatten geruht…

Und dann gönnten wir uns eine landestypische Spezialität, einfach nur weil die Halterungen so extrem praktisch sind – Stockfischfrikadellen mit Käse gefüllt, dazu ein kühler Portwein… lecker!

Den langen Rückweg abwärts schaffte ich tatsächlich komplett zu Fuß!

Aber die vielen schönen Eindrücke unterwegs belohnten uns für die Anstrengungen

Nun mussten wir nur noch an der Kathedrale Sé vorbei, denn zwei Ecken weiter ist ja unsere Unterkunft

Hier ist unser Haus von außen zu sehen. Das hohe gelbe in der Mitte, das nur zwei Fenster hat, die gehören beide zu unserer Wohnung

Nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen sind wir dann Abends nochmal los, erst beim Kreolen um die Ecke lecker gegessen und dann noch ein wenig am Tejo entlang, Kind hat sich auf dem Spielplatz vergnügt, ich bin zum Abschied noch ein bisschen Roller gefahren!

Lissabon – Tag 4

Heute morgen hatten wir wieder ein feines Frühstück beim Bäcker um die Ecke

Dann haben wir uns heute mal für eine Bustour entschieden mit einem dieser Hop-on-hop-off-Busse. Kostet nicht sooo viel und ist ganz praktisch, wenn die Route passt. Und die passte heute wirklich sehr gut.

Erstmal fuhren wir am Praça Restauradores vorbei, wo man auch die Talstation der Standseilbahn Elevador Gloria sieht, mit der wir gestern gefahren sind.

Nun ging es nach Norden, für uns in eine Gegend, wo wir noch nicht waren. Erstmal die Av. da Liberdade entlang, eine breite Prachtstraße, die den Champs Elyssée nachempfunden ist und wo die Geschäfte auch mindestens so teuer sein sollen. Unter den Bäumen war neben einem Kiosk eine angelegte Grotte mit Wasserfall zu sehen – bestimmt sehr gemütlich, wenn man sich hier aufhalten möchte:

Ein kleiner Platz mit Statue unterwegs, dann kommt man zum großen Praça Marquès de Pombal. Die Straßenlaternen sind hier alle mit Schiffen verziert:

Dann ging es noch viel weiter in den Norden, hier sahen wir den Eingang zum Zoo:

Dann stiegen wir das erste mal aus, am Praça de Espanha, hier liegt ein spanischer Palast und gegenüber das Museu Calouste Gulbenkian.

Gebt mal Calouste Gulbenkian bei Wikipedia ein! Sehr interessant…

Wir wollten aber nicht ins Museum, sondern ein Stück weiter, für einen Freund etwas abholen. Hat auch alles wunderbar geklappt. Dann war es an der Zeit, ein weiteres Verkehrsmittel der Stadt auszuprobieren: die E-Roller haben mich schon die ganze Zeit angelacht, jetzt hab ich mir einfach mal einen gemietet. Man muss sich nur registrieren. Über eine App werden die Roller freigeschaltet, man kann auch jederzeit sehen, ob einer in der Nähe ist und wie voll sein Akku noch ist. Einfach genial! Und ganz nebenbei macht das Fahren auch noch voll Spaß…

Dann stiegen wir aber wieder in unseren Bus und fuhren an weiteren interessanten Punkten vorbei, zum Beispiel dem Aussichtspunkt im Parque Eduardo VII…

…und dem Gefängnis. Hier erfuhren wir, dass Portugal das erste Land war, das die Todesstrafe abgeschafft hat! Ein schönes altes Gebäude und überall diese herrlichen Jacaranda-Bäume!

Dann war es wieder Zeit, auszusteigen, bei der Basilica da Estrela, deren weiße Kuppel man von allen Aussichtspunkten aus leuchten sieht:

Gegenüber liegt ein herrlicher Park, Jardim da Estrela, wo wir uns eine Weile aufgehalten haben. Riesige Kakteen, ein fremdartiger schattenspendender Baum und viele schöne Blüten ließen sich gerne fotografieren

Danach stiegen wir wieder in den Bus und die Fahrt ging weiter nach Belém, wo wir ja auch schon mit dem Tuktuk waren. Vorbei am Palacio de Belém bis zum Mosteiro dos Jerónimos.

Heute hatten wir ein bisschen mehr Zeit und haben uns Eintrittskarten für das Kloster erstanden (ja, wir mussten mindestens eine halbe Stunde anstehen…). Aber das hat sich mehr als gelohnt! Ich habe noch nie in meinem Leben einen so wunderschönen Kreuzgang gesehen! 1544 vollendet, im manuelinischen Stil. Einfach atemberaubend schön! Entschuldigt bitte die vielen Fotos…

Der Blick vom Hochchor in die Kirche:

Und dann ging es durch ein prächtiges Treppenhaus mit Deckengemälde wieder nach draußen

Am anderen Ende des Klosterkomplexes ist das Marinemuseum untergebracht. Eliana wollte sich das nicht entgehen lassen, wir waren derweil Kaffeetrinken

Als wir später dort auf den Bus warteten, sah ich das erste mal in dieser Stadt zwei Kutschen mit echten Pferden!

Nun ging es mit dem Bus wieder zurück in die Innenstadt. Keine Ahnung, was das auf dem ersten Bild für ein Gebäude ist, aber dafür dass es modern ist, finde ich es total schön gemacht. Das auf dem zweiten Bild ist das Rathaus, auf dessen Balkon die Republik ausgerufen wurde und auf dem dritten zwei historische Straßenbahnen am Praça do Commercio

Dann war unsere Fahrt zuende und wir gingen zu Fuß zurück in unser Viertel Alfama. Endlich war die kleine Kirche Igreja da Madalena mal offen und wir warfen einen Blick hinein.

Unser letztes Ziel für heute war es, endlich mal die Kathedrale Sé von innen zu sehen

Lustig ist der Einstieg durch die Tür

Drinnen eine schlichte Gotik, aber viel Prunk in den Seitenkapellen und wunderschöne Rosetten

Besonders faszinierend finde ich, dass es in dieser Kirche vier Orgeln gibt! Zwei große stehen sich vorne im Chorraum direkt gegenüber, auf der Empore oben kann man auf jeden Fall auf der einen Seite noch eine Orgel erkennen und auf der anderen Seite etwas, das zumindest aussieht wie ein Spieltisch… konnte ich aber nicht fotografieren.

Den Abend ließen wir ausklingen in einem wunderbaren Tapas-Lokal direkt neben der Kathedrale mit Sangria (könnte ich mich dran gewöhnen…) und flambierter Chorizo

Lissabon – Tag 3

Heute war irgendwie der Tag der unterschiedlichsten öffentlichen Verkehrsmittel, deswegen beginne ich mit einem Straßenbahn-Bild

Nach einem super leckeren Frühstück führte uns heute unser erster Weg zum Elevador de Santa Justa. Heute war die Schlange nicht ganz so lang, trotzdem mussten wir fast eine halbe Stunde anstehen. Bei der Fahrt in der geschlossenen Kabine sieht man nicht wirklich viel…

Aber der Ausblick von oben ist gigantisch:

Dann sind es nur noch ein paar Meter bis zum Platz vor der Igreja do Carmo.

In der gotischen Karmeliterkirche, damals das größte Gotteshaus Lissabons, fand gerade ein Gottesdienst statt, als 1755 das große Erdbeben kam, bei dem fast die ganze Stadt zerstört wurde. Die Besichtigung der Ruine lohnt sich wirklich, der Chorraum ist erhalten geblieben und dort ist ein archäologisches Museum untergebracht.

Auch hier in den Stadtvierteln Chiado und Bairro Alto gibt es fast nur steile Straßen.

Ein Haus am Largo Rafael Bordalo Pinheiro ist mit wunderschönen Fliesen (Azulejos) geschmückt, daneben das Teatro da Trindade

Noch ein paar Meter bergauf und wir kamen zur Kirche Sao Roque, von außen schlicht, innen prunkvoll ausgestattet:

Wir spazierten wieder ein wenig abwärts und landeten am Praça Luis de Camoes, wo wir uns für eine kleine Mittagspause in den Schatten setzten

Hier stehen sich zwei Kirchen direkt gegenüber: die Chiesa della Madonna di Loreto (1518), die anscheinend der italienischen Gemeinde gehört:

…und die Igreja de Nossa Senhora da Encarnação:

Ein paar Meter weiter, den Largo di Chiado (hier hatte es 1988 einen großen Stadtbrand gegeben!) hinunter…

… kamen wir schon zur nächsten Kirche: Basilica de Nossa Senhora dos Mártires.

Dann stiegen wir endlich mal in eine der historischen Straßenbahnen (electrico) und ließen uns den Berg hinauf tragen…

…bis zum Praça do Príncipe Real.

Hier gibt es eine uralte Zeder, die mit einem großen Gerüst abgestützt wird:

Nun liefen wir wieder ein wenig abwärts, durch die doch etwas noblere Wohngegend

Und gelangten zum Convento de Sao Pedro de Alcântara. Außen und innen ist die kleine Klosterkirche mit aufwändigen blauen Azulejos geschmückt

Direkt gegenüber der Kirche ist ein beliebter Aussichtspunkt (Miradouro)

Hinunter sind wir diesmal mit der Standseilbahn Elevador da Gloria gefahren. Schon das 3. Fortbewegungsmittel heute nach 1. Elevador und 2. historische Straßenbahn. Unten landeten wir am Praca dos Restauradores.

Nun stiegen wir um auf Verkehrsmittel Nummer 4: die Metro

Und Nummer 5 – die Fähre

Der Blick vom Wasser aus auf Lissabon:

Am anderen Ufer des Tejo stiegen wir aus in Cacilhas, das ist ein kleines nettes Dörfchen. Dort lag ein großes Segelschiff vor Anker, das Eliana sich unbedingt anschauen wollte. Ich machte mich währenddessen auf die Suche nach einem Restaurant. Es war aber wie verhext! Anscheinend gibt es in Portugal tatsächlich nur eine Sorte davon: Paella oder Fisch in allen Variationen. Ist ja nicht schlimm, weil eigentlich sehr lecker. Aber komisch, dass alle Restaurants die gleichen Bilder dieser Speisen als Werbung benutzen. Man bekommt gefühlt überall das gleiche! In diesem ganzen Dorf Cacilhas gab es bestimmt 20 portugiesische Fisch-Restaurants und sonst gar nichts. Doch, ein Eiscafé. Da waren wir dann auch…

Zurück mit der Fähre in die Stadt kam dann noch Transportmittel Nummer 6 zum Einsatz – eine der modernen Straßenbahnen. Hab ich kein Bild von… dann erlebten wir zum Glück noch die Erfüllung unserer kulinarischen Träume: ein wunderbares kleines italienisches Restaurant, wo wir Nudeln, Salat und in Cognac gegartes zartes Fleisch bekamen……. zum Abschluss des heutigen Tages habe ich nur noch ein Bild aus meinem Zimmerfenster mit Mond:

Lissabon – Tag 2

Der heutige Tag begann mit ein paar Kuriositäten: ein paar Schuhen auf dem Hausdach gegenüber, eine lautstarke Reisegruppe vor unserem Haus und eine Mülltonne, in die garantiert immer noch was rein passt…

Unser erster Weg führte uns in die Kirche Santo Antonio, in die Kathedrale Sé kamen wir nicht rein, da waren Fernsehkameras aufgebaut, heute ist ja das größte Fest des Jahres, das Fest des Heiligen Antonius. Seine Kirche ist beeindruckend und gerade mit vielen Blumen geschmückt – wie überhaupt das ganze Stadtviertel, aber dazu später…

Draußen ist eine Blumenwand aufgebaut, hier kann man schöne Fotos machen:

Selbst an dem Brunnen draußen vor der Kirche werden Kerzen angezündet

Unser nächster Gang führte uns zum berühmten Elevador de Santa Justa. Nein, das ist keine Freiluftorgel, sondern ein Aufzug, der die beiden Stadtteile Baixa und Bairro Alto miteinander verbindet. Leider war die Schlange so lang, dass wir auf eine Fahrt verzichtet haben. Vielleicht stehen wir einfach morgen früher auf…

Das ist übrigens der Blick von unten hoch zur Ruine der Igreja do Carmo

Wir sind noch ein wenig im Viertel Baixa-Chiado herumgewandert, vom Praça dos Restauradores über die Rua Augusta zum Praça do Comércio

Nach einer kurzen Kaffeepause haben wir uns ein Tuktuk gemietet. Mit Susann, der Fahrerin ein bisschen verhandelt, und dann hat sie uns zweieinhalb Stunden durch die Stadt gefahren, und vieles gezeigt und erklärt, das war wirklich sehr lohnenswert!

Am Anfang ging es durch Alfama, immer höher hinauf. Die Gassen wurden immer steiler, mancherorts waren die Bürgersteige sogar mit Treppen versehen.

Überall im Viertel bereitet man sich auf das Fest heute Abend vor, die Straßen sind mit bunten Bändern geschmückt und an allen Ecken wird gegrillt! Meist Sardinen, aber auch Gemüse

Unser erster Halt war am Aussichtspunkt Miraduoro da Senhora do Monte, von dort hat man einen traumhaften Blick über die ganze Stadt.

Dann ging es wieder hinunter durch die steilen Gassen – das alles hat unser Elektro-Tuktuk wunderbar mitgemacht

Vorbei am Kloster São Vicente de Fora und an der riesigen Kirche Santa Engrácia…

… ging es wieder hinunter ins Flache. Der Praça do Comércio mal bei Tageslicht von der Tejo-Seite aus gesehen:

Weiter an einem blauen Wasserpalast, unterwegs alte Straßenbahnen gesichtet, führen wir bis zum Stadtteil Belém, der weit entfernt von den anderen an der Mündung des Tejo in den Atlantik liegt.

Hier liegt ein Künstler- und Schlemmer-Viertel in einem ehemaligen Fabrikgelände

Weiter ging es vorbei am ehemaligen Königspalast, wegen seiner zartrosa Farbe auch Palácio Cor de Rosa genannt, heute der Amtssitz des portugiesischen Präsidenten – und anderen schönen Bauwerken:

Ein Höhepunkt war dann unser kurzer Besuch in der Kirche des Hieronymitenklosters. Soooo schön! Leider hatten wir nicht viel Zeit. Hoffentlich können wir nochmal herkommen, um auch den Kreuzgang zu besichtigen!

Danach haben wir noch den Torre de Belém und das Denkmal Padrão dos Descobrimentos besucht und einen kurzen Blick auf den Atlantik geworfen

Zurück ging es zur Innenstadt, vorbei an der Chiesa della Madonna di Loreto und der wunderschönen Statue von 1903 Eça de Queirós

Dann war unsere Fahrt leider zu Ende, den Rest des Tages waren wir wieder zu Fuß unterwegs. Wir mischten uns abends sogar ein wenig unter das feiernde Volk in den Gassen. Mit einem Schlückchen Portwein… warum die Menschen in der Stadt alle grüne Perücken, Bierhüte oder Fischköpfe tragen, habe ich aber noch nicht herausgefunden…