Lissabon – Tag 2

Der heutige Tag begann mit ein paar Kuriositäten: ein paar Schuhen auf dem Hausdach gegenüber, eine lautstarke Reisegruppe vor unserem Haus und eine Mülltonne, in die garantiert immer noch was rein passt…

Unser erster Weg führte uns in die Kirche Santo Antonio, in die Kathedrale Sé kamen wir nicht rein, da waren Fernsehkameras aufgebaut, heute ist ja das größte Fest des Jahres, das Fest des Heiligen Antonius. Seine Kirche ist beeindruckend und gerade mit vielen Blumen geschmückt – wie überhaupt das ganze Stadtviertel, aber dazu später…

Draußen ist eine Blumenwand aufgebaut, hier kann man schöne Fotos machen:

Selbst an dem Brunnen draußen vor der Kirche werden Kerzen angezündet

Unser nächster Gang führte uns zum berühmten Elevador de Santa Justa. Nein, das ist keine Freiluftorgel, sondern ein Aufzug, der die beiden Stadtteile Baixa und Bairro Alto miteinander verbindet. Leider war die Schlange so lang, dass wir auf eine Fahrt verzichtet haben. Vielleicht stehen wir einfach morgen früher auf…

Das ist übrigens der Blick von unten hoch zur Ruine der Igreja do Carmo

Wir sind noch ein wenig im Viertel Baixa-Chiado herumgewandert, vom Praça dos Restauradores über die Rua Augusta zum Praça do Comércio

Nach einer kurzen Kaffeepause haben wir uns ein Tuktuk gemietet. Mit Susann, der Fahrerin ein bisschen verhandelt, und dann hat sie uns zweieinhalb Stunden durch die Stadt gefahren, und vieles gezeigt und erklärt, das war wirklich sehr lohnenswert!

Am Anfang ging es durch Alfama, immer höher hinauf. Die Gassen wurden immer steiler, mancherorts waren die Bürgersteige sogar mit Treppen versehen.

Überall im Viertel bereitet man sich auf das Fest heute Abend vor, die Straßen sind mit bunten Bändern geschmückt und an allen Ecken wird gegrillt! Meist Sardinen, aber auch Gemüse

Unser erster Halt war am Aussichtspunkt Miraduoro da Senhora do Monte, von dort hat man einen traumhaften Blick über die ganze Stadt.

Dann ging es wieder hinunter durch die steilen Gassen – das alles hat unser Elektro-Tuktuk wunderbar mitgemacht

Vorbei am Kloster São Vicente de Fora und an der riesigen Kirche Santa Engrácia…

… ging es wieder hinunter ins Flache. Der Praça do Comércio mal bei Tageslicht von der Tejo-Seite aus gesehen:

Weiter an einem blauen Wasserpalast, unterwegs alte Straßenbahnen gesichtet, führen wir bis zum Stadtteil Belém, der weit entfernt von den anderen an der Mündung des Tejo in den Atlantik liegt.

Hier liegt ein Künstler- und Schlemmer-Viertel in einem ehemaligen Fabrikgelände

Weiter ging es vorbei am ehemaligen Königspalast, wegen seiner zartrosa Farbe auch Palácio Cor de Rosa genannt, heute der Amtssitz des portugiesischen Präsidenten – und anderen schönen Bauwerken:

Ein Höhepunkt war dann unser kurzer Besuch in der Kirche des Hieronymitenklosters. Soooo schön! Leider hatten wir nicht viel Zeit. Hoffentlich können wir nochmal herkommen, um auch den Kreuzgang zu besichtigen!

Danach haben wir noch den Torre de Belém und das Denkmal Padrão dos Descobrimentos besucht und einen kurzen Blick auf den Atlantik geworfen

Zurück ging es zur Innenstadt, vorbei an der Chiesa della Madonna di Loreto und der wunderschönen Statue von 1903 Eça de Queirós

Dann war unsere Fahrt leider zu Ende, den Rest des Tages waren wir wieder zu Fuß unterwegs. Wir mischten uns abends sogar ein wenig unter das feiernde Volk in den Gassen. Mit einem Schlückchen Portwein… warum die Menschen in der Stadt alle grüne Perücken, Bierhüte oder Fischköpfe tragen, habe ich aber noch nicht herausgefunden…

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