Lissabon – Tag 4

Heute morgen hatten wir wieder ein feines Frühstück beim Bäcker um die Ecke

Dann haben wir uns heute mal für eine Bustour entschieden mit einem dieser Hop-on-hop-off-Busse. Kostet nicht sooo viel und ist ganz praktisch, wenn die Route passt. Und die passte heute wirklich sehr gut.

Erstmal fuhren wir am Praça Restauradores vorbei, wo man auch die Talstation der Standseilbahn Elevador Gloria sieht, mit der wir gestern gefahren sind.

Nun ging es nach Norden, für uns in eine Gegend, wo wir noch nicht waren. Erstmal die Av. da Liberdade entlang, eine breite Prachtstraße, die den Champs Elyssée nachempfunden ist und wo die Geschäfte auch mindestens so teuer sein sollen. Unter den Bäumen war neben einem Kiosk eine angelegte Grotte mit Wasserfall zu sehen – bestimmt sehr gemütlich, wenn man sich hier aufhalten möchte:

Ein kleiner Platz mit Statue unterwegs, dann kommt man zum großen Praça Marquès de Pombal. Die Straßenlaternen sind hier alle mit Schiffen verziert:

Dann ging es noch viel weiter in den Norden, hier sahen wir den Eingang zum Zoo:

Dann stiegen wir das erste mal aus, am Praça de Espanha, hier liegt ein spanischer Palast und gegenüber das Museu Calouste Gulbenkian.

Gebt mal Calouste Gulbenkian bei Wikipedia ein! Sehr interessant…

Wir wollten aber nicht ins Museum, sondern ein Stück weiter, für einen Freund etwas abholen. Hat auch alles wunderbar geklappt. Dann war es an der Zeit, ein weiteres Verkehrsmittel der Stadt auszuprobieren: die E-Roller haben mich schon die ganze Zeit angelacht, jetzt hab ich mir einfach mal einen gemietet. Man muss sich nur registrieren. Über eine App werden die Roller freigeschaltet, man kann auch jederzeit sehen, ob einer in der Nähe ist und wie voll sein Akku noch ist. Einfach genial! Und ganz nebenbei macht das Fahren auch noch voll Spaß…

Dann stiegen wir aber wieder in unseren Bus und fuhren an weiteren interessanten Punkten vorbei, zum Beispiel dem Aussichtspunkt im Parque Eduardo VII…

…und dem Gefängnis. Hier erfuhren wir, dass Portugal das erste Land war, das die Todesstrafe abgeschafft hat! Ein schönes altes Gebäude und überall diese herrlichen Jacaranda-Bäume!

Dann war es wieder Zeit, auszusteigen, bei der Basilica da Estrela, deren weiße Kuppel man von allen Aussichtspunkten aus leuchten sieht:

Gegenüber liegt ein herrlicher Park, Jardim da Estrela, wo wir uns eine Weile aufgehalten haben. Riesige Kakteen, ein fremdartiger schattenspendender Baum und viele schöne Blüten ließen sich gerne fotografieren

Danach stiegen wir wieder in den Bus und die Fahrt ging weiter nach Belém, wo wir ja auch schon mit dem Tuktuk waren. Vorbei am Palacio de Belém bis zum Mosteiro dos Jerónimos.

Heute hatten wir ein bisschen mehr Zeit und haben uns Eintrittskarten für das Kloster erstanden (ja, wir mussten mindestens eine halbe Stunde anstehen…). Aber das hat sich mehr als gelohnt! Ich habe noch nie in meinem Leben einen so wunderschönen Kreuzgang gesehen! 1544 vollendet, im manuelinischen Stil. Einfach atemberaubend schön! Entschuldigt bitte die vielen Fotos…

Der Blick vom Hochchor in die Kirche:

Und dann ging es durch ein prächtiges Treppenhaus mit Deckengemälde wieder nach draußen

Am anderen Ende des Klosterkomplexes ist das Marinemuseum untergebracht. Eliana wollte sich das nicht entgehen lassen, wir waren derweil Kaffeetrinken

Als wir später dort auf den Bus warteten, sah ich das erste mal in dieser Stadt zwei Kutschen mit echten Pferden!

Nun ging es mit dem Bus wieder zurück in die Innenstadt. Keine Ahnung, was das auf dem ersten Bild für ein Gebäude ist, aber dafür dass es modern ist, finde ich es total schön gemacht. Das auf dem zweiten Bild ist das Rathaus, auf dessen Balkon die Republik ausgerufen wurde und auf dem dritten zwei historische Straßenbahnen am Praça do Commercio

Dann war unsere Fahrt zuende und wir gingen zu Fuß zurück in unser Viertel Alfama. Endlich war die kleine Kirche Igreja da Madalena mal offen und wir warfen einen Blick hinein.

Unser letztes Ziel für heute war es, endlich mal die Kathedrale Sé von innen zu sehen

Lustig ist der Einstieg durch die Tür

Drinnen eine schlichte Gotik, aber viel Prunk in den Seitenkapellen und wunderschöne Rosetten

Besonders faszinierend finde ich, dass es in dieser Kirche vier Orgeln gibt! Zwei große stehen sich vorne im Chorraum direkt gegenüber, auf der Empore oben kann man auf jeden Fall auf der einen Seite noch eine Orgel erkennen und auf der anderen Seite etwas, das zumindest aussieht wie ein Spieltisch… konnte ich aber nicht fotografieren.

Den Abend ließen wir ausklingen in einem wunderbaren Tapas-Lokal direkt neben der Kathedrale mit Sangria (könnte ich mich dran gewöhnen…) und flambierter Chorizo

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